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is cui lege b. i. e. test. facere non potest. Fr. 5 § 1 de a. v. o. h.
29,2 (Ulp. lib. 1 ad Sab.): eum, cui lege b. i. e., institutum posse
adire hereditatem constat. Fr. 13 h. t. (Gaj. lib. 3 ad ed. prov.):
saepe ad alium e lege XII tabular. curatio prodigi pertinet, alii
praetor administrationem dat. Auf diese Stellen stützt Ubbelohde
seine „civile“ Interdiktion.
b) Daneben finden sich einige andre, welche als konkreten Thatbestand ¬
eine durch den praetor geschehene Interdiktion voraussetzen:
die Grundlage für das „honorarische" oder „prätorische" Institut
Ubbelohdes: Fr. 1 pr. h. t. (Ulp. lib. 1 ad Sab.): sed solent hodie
praetores. Fr. 10 pr. h. t. (Ulp. lib. 16 ad ed.): Julianus scribit
eos, quibus per praetorem b. i. e., nihil transferre posse. Fr. 12
§ 2 de tut. 26,5 (Ulp. lib. 3 de off. proc.) ?.. Ulp. fr. 12,3 cit.
Paul. 3,4 a, 7 cit.: moribus per praetorem i. Fr. 13 h. t. (Gaj. cet.
vide ad 1). Fr. 16 h. t. (Tryphon. lib. 13 Disp.).
c) Der Vollständigkeit wegen reihen wir den genannten Stellen
noch eine Anzahl weiterer an, in denen der entmündigte prodigus
einfach als is cui bonis interdictum est bezeichnet wird. Es sind
dies: Fr. 9 § 7 de R. C. 12,1 (Ulp. l. 26 ad ed.). Fr. 29 de C. J.
12,6 (Ulp. 1. 2 Disp.) Fr. 26 de C. E. 18,1 (Pomp. l. 17 ad Sab.).
Fr. 3 de nov. 46,2 (Pomp. l. 1 ad Sab.). Fr. 40 de R. J. 50,17
(Pomp. 1. 34 ad Sab.). Fr. 18 § 2 de C. P. 49,17 (Maec. 1. 1
Fid. C.). Of. fr. 15 pr. h. t. (Paul. l. 3 Sent.) Paul. S. 3,4 a,6. Fr.
25 de fidej. 46,1 (Marcell. laut Bericht des Ulp. l. 11 ad ed.). Cic.
de sen. 7,22. Übbelohde hilft sich ihnen gegenüber damit, daß er sie
sämtlich auf die „honorarische" Interdiktion bezieht5 und dieses sehr
summarische Verfahren dann mit der Hypothese zu rechtfertigen sucht,
daß „ohne Zweifel die legitima cura prodigi thatsächlich zur seltenen
Ausnahme werden mußte"
III. U. E. ist nun die ganze Theorie Ubbelohdes schon a) aus
rein historischen Gründen unhaltbar. Die Stellen nämlich, welche
von einer interdictio lege reden, stammen, wie obige Aufzählung ergiebt, ¬
mit einer einzigen Ausnahme von Ulpian, diese Ausnahme,
13 D. h. t., von Gajus: sie gehören also alle einer verhältnismäßig
späten Zeit an. Frühere Juristen reden davon gar nicht. Daß dies
Zufall sei, wird man schwerlich annehmen können. Sollte nun aber
zuvörderst, was doch hiernach unvermeidlich erscheint, in der That die
ganze Unterscheidung zwischen civiler und honorarischer Interdiktion
erst in der Periode des Gajus und Ulpian aufgekommen sein, also zu
einer Zeit, wo doch die altcivile Interdiktion nach Ubbelohde abgestorben ¬
sein mußte, und jedenfalls die rechtschaffende Funktion des
prätorischen Amtes erloschen war? Und weiter: Ist nicht auch für
die Theorie Ubbelohdes im Lichte der obigen Quellenfundamente betrachtet ¬
der ungeheuerliche Schluß ganz unabweisbar, daß die „honorarische“ ¬
cura pr. die ältere, die „civile" aber jünger sein müßte?
4) Über Val. Max. 3,52 s. unten. — 5) S. 680 a. E.