Volltext : Beiträge zur Kunde der Geschichte so wie des Staats- und Privat-Rechts des Herzogthums Holstein (1)

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schwerde  d.  d.  Linz  den  9.  July  ***)  u.  d.  d.  Prag.  den
3.  August  1578  abermals  an  den  Kaiser,  der  auch  dem  gemachten ¬
  Antrage  gemäß  am  11.  Aug.  1578  die  Herzöge  Julius ¬
  von  Braunschweig  und  Ulrich  von  Mecklenburg  zur  gütlichen ¬
  Erledigung,  eventualiter  zur  rechtlichen  Entscheidung
der  Sache  committirte.  Es  ward  von  diesen  ein  Commissionstag ¬
  auf  den  11.  Juny  1579  zu  Lüneburg  angesetzt;  allein ¬
  Lübeckischer  Seits  wollte  man  sich  vor  der  Commission
weder  zur  Güte  noch  zum  Rechte  einlassen,  vielmehr  ward
in  einem  am  11.  May  bey  dem  Kaiserlichen  Hofe  übergebenen ¬
  Schreiben  die  Commission  von  dem  Rath  zu  Lübeck
recusirt,  weshalb  denn  die  Sache  unerledigt  hinstehen  blieb.
Sie  kam  indeß  von  neuem  in  Anrege,  als  in  den  nächsten
Decennien  (namentlich  1592  und  1597)  nicht  allein  abermalige
Türken-  und  Kreis=Steuern,  sondern  auch  eine  4fache  Prinzessin-Steuer ¬
  aufzubringen  war.  Zwar  erklärte  sich  der  Rath
zu  Lübeck  bereit,  die  Vorsteher  der  Stiftungen  und  die  Bürger, ¬
  welche  in  Holstein  possessionirt  wären,  zur  Entrichtung
der  Prinzessin=Steuer  anzuhalten;  allein  es  erfolgte  der  Zeit
weder  die  Entrichtung  dieser  noch  der  Reichs-  und  KreisSteuern, ¬
  wie  aus  spätern  wiederholten  Anmahnungsschreiben ¬
  erhellt  *4  2)  und  die  Verhandlungen  auf  den,  in  den
44  1)
Jahren  1598  und  1621  gehaltenen,  Landtagen  ergeben.
Erst  im  Jahre  1602  ward  die  Hälfte  des  Rückstandes  abgetragen, ¬
  auch  im  Jahre  1621  der  Beitrag  zu  einer  doppelten
43  b)  Vide  Anhang  Lit.  E.  2.  —  Diese  von  den  Holsteinischen  Abgesandten ¬
  Heinrich  von  Ahlefeld  auf  Satrubholm  und  Gerhard ¬
  Steding  zu  Bramstedt  eingereichte  Supplication  enthielt ¬
  eine  gleiche  Beschwerde  wider  den  Bischof,  das  Domcapittel ¬
  und  die  Vicarien  zu  Lübeck,  wegen  verweigerter  Entrichtung ¬
  der  Reichs-  und  Land-Steuern  von  ihren  in  Holstein ¬
  belegenen  Gütern  in  den  Holsteinischen  Lege-Kasten.
44  a)
Kurzer  Bericht  u.  s.  w.  Anhang  pag.  19,  21,  104,  106  und
108.
44  b)  Lackmann  Schlesw.  Holst.  Gesch.  Thl.  2,  pag.  143.  Westphalen -
  mon.  ined,  to.  4,  pag.  70.
            
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