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von mindestens zwei Kohlengrubenmassen gibt, ein
Werthobject erhalten, das sich als solches schon verwerthen
und oft gut verwerthen liess; ja in der erst vor Kurzem
durch die Börsenkrisis glücklicherweise abgebrochenen
Speculationsperiode, in der Kohlenwerthe ganz besonders
gesucht waren, bildeten Freischürfe sogar ein sehr gutes
Handelsobject. Wir haben in jenen Tagen gesehen, wie
grosse Terrains plötzlich mit einer Unzahl von Freischürfen
belegt und mit Zuhilfenahme der schwindelhaftesten Reclame
um ganz colossale Summen verkauft wurden. Frägt man
aber hiebei, was verkauft wurde, so kann diess Niemand
beantworten. Durch den Freischurf ist eben das Vorhan
densein eines Minerals noch gar nicht constatirt, der Käufer ¬
weiss nicht, ob überhaupt in dem Freischurfterrain
eine Spur von Kohle oder sonstigen Mineralien vorhanden
ist, wie auch unsere Bergbehörden factisch mit ihren Freischurfbüchern ¬
den Nachweis liefern können, dass Freischürfe ¬
oft auf solchen Gebieten genommen wurden, wo
jeder Fachmann sofort die Unmöglichkeit des Vorkommens
oder der Gewinnung der Kohle einsehen muss
Daraus ist es erklärlich, wenn nach Ausweis der
Karten über die geografische Vertheilung der Freischurfgebiete ¬
und der verliehenen Grubenmassen in Oesterreich,
weclhe vom Ackerbauministerium im Anhange zu dein
anlässlich der Wiener Weltausstellung unter der Redaction
des Ministerialrathes Anton Schauenstein herausgegebenen
Denkbuche des österreichischen Berg- und Hüttenwesens auf
der Wiener Weltausstellung ausgestellt waren, mit Beginn
des Jahres 1872 36705 Freischürfe, welche eine Grundfläche ¬
von nahezu 362 Quadratmeilen überdecken, verliehen