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5. Buch. 2. Tit. §. 551.
Mehrere heutige Rechtsgelehrte *2) wollen dieß alles
für bloße Subtilitäten halten, wovon kein Gebrauch mehr
zu machen sey, weil es nach den Verordnungen des neuern
Röm. Rechts bey Testamenten nicht mehr auf die Foͤrmlich,
keit der Worte ankomme?3) und diese der Gültigkeit des
Testaments unnachtheilig seyn soll, wenn sonst der Wille des
Testirers außer Zweifel ist 24). Allein wären durch die angefuͤhrten =
Verordnungen des neuern Roͤm. Rechts jene Vorschriften, ¬
welche die Form der Enterbung so puͤnctlich bestimmen, ¬
wirklich aufgehoben worden, so waͤre nicht zu begreiffen, ¬
warum sie Justinian in sein Gesetzbuch aufgenommen ¬
hatte, da sie auch schon zu seinen Zeiten nicht mehr
gegolten haͤtten. Andere practische Rechtsgelehrte*3) erfordern ¬
daher mit Recht in ihren Systemen des heutigen
Rechts zur Form der Exheredation, ut fiat ab omnibus he.
redibus et ab omni gradu, und dabey muß es um so mehr
bleiben, da der Ausspruch eines Scavola 26): exhereda.
tiones non esse adjuvandas, auch noch heut zu Tage vollguͤltig ¬
ist.
22) BAUER in Diss. de eo quod iustum est circa formam exheredationis ¬
§. 9. in fin. Io. Thad. MULLER System. Pandectar.
P.I. §. 153. und Höpfner im Commentar über die Jnstitutionen =
§. 476.
23) L. 15. C. de testam.
24) L. 1. L. 3. C. de lib. praeterit.
23) srRуk Cautelae testamentor. cap. XIX. §. 15. HOFACKER
Princip. iur. civ. Rom. Germ. T. II. §. 1285. HAUBOLD Diss.
de differentiis inter testam. nullum et inofficiosum. cap. VII.
pag. 32. Thibaut System des Pandectenrechts 2 Th. §. 916.
S. 136.
26) L. 19. in fin. D. de lib. et postum.