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Zuerst wird der Bauplatz als ganz ideal dargestellt. Die
Schiller-Ehrensperger'sche Behauptung, Terrainschwierigkeiten -
nötigten zu tadelnswerten Konstruktionen, erscheine
nirgends stichhaltig. Jetzt kommt die erste Detailkritik:
die schon erstellte Zufuhrstrasse zum Anstaltsplatz sei
falsch angelegt, da sie zuerst steige und dann wieder falle.
Man werde (wie in feiner Form angedeutet wird) genötigt
sein, dieselbe später durch die Kranken korrigieren lassen
müssen (S. 14).
Kostenvoranschläge. Die Schiller -Ehrensperger'schen
Kostenvoranschläge seien eher zu niedrig, „insofern man
die vorgelegten Pläne und nicht die im Bauprogramm vorgesehenen ¬
Plätze als Grundlage der Berechnung annehme“
(fett gedruckt). Zu deutsch: Man kann auf diesem Platz
billig bauen, aber die Baupläne sind unbrauchbar. Das
ist, sehr fein verhüllt, in der Tat die Ansicht, die Herr
Dr. Schiller Herrn Direktor Frank imputiert.
Das Bauprogramm. Die 60 Unruhigen, welche nach
dem Schiller'schen Plane Aufnahme finden können, machen
60 bezw. 52% der 100—115 Plätze der ausgebauten Anstalt -
aus. Das von Schiller angenommene Verhältnis zwischen
Unruhigen und Ruhigen findet aber auch in Appenzell
nicht statt. Die Kommission ist der Ansicht, dass mit den
vorgesehenen Abteilungen im Krankendienste nicht auszukommen -
sei.
Die projektierten Bauten. Die Kommission hat, wie
wir es oben vorausgesehen haben, die Frank'sche Kritik
durchaus bestätigt. Wir heben weniges hervor: Haus für
Unruhige. Man braucht eine Wachabteilung. Deckelbad
und Isolierung sollen nicht schon durch die Bauart zu
einer Notwendigkeit bei der Behandlung gemacht werden
(S. 7).