Volltext : Puchta, Georg Friedrich: Lehrbuch der Pandekten

Obligatio.
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durch  den  Eintritt  mehrerer  Subjecte  (z.  B.  durch  Erbfolge)  wird
die  Obligatio  nicht  getheilt
Eine  Art  von  Untheilbarkeit  tritt  aber  auch  da  ein,  wo  eine
theilweise  Leistung  zwar  möglich  wäre,  aber  die  Theilung  sie  verändern ¬
  würde,  was  nur  mit  dem  Willen  des  Gläubigers  geschehen
kann*),  so  bey  der  Obligatio  auf  ein  Genus  und  auf  ein  Alternativum. ¬
  Dieß  hat  die  Wirkung,  daß  die  Leistung  eines  Theils
von  einem  Individuum  ohne  Wirkung  auf  die  Obligatio  ist*),  und
b)  L.  11  D.  de  serv.  (8,  1),  L.  13  §.  1  D.  de  acceptil.  (46,  4),  L.  2
§.  1.2.5.6,  L.3.  4  pr.  §.  1,  L.  72  pr.,  85  §.  2.  3,  L.  131  pr.,  136  §.  1,  L.  140
§.  2  D.  de  V.  O.  (45,  1).  (Daher  tritt  bei  der  Verpflichtung  mehrerer  Schuldner
Correalität,  bei  der  Berechtigung  mehrerer  Gläubiger  Verurtheilung  in  die  antheilige ¬
  Geldästimation  ein  §§.  233  of.  Die  letztere  fällt  jedoch  im  heutigen
Recht  weg  [§.  239  d],  Savigny,  §.  33—36.  R.)  Theilbare  Facta,  z.  B.  amplius
non  agi,  L.  4  §.  1  eod.  (vacuam  possessionem  tradi  —  die  widersprechende
L.  72  pr.  D.  de  V.  O.  [45,  11  wird  von  Hinzufügung  einer  Conventionalstrafe
verstanden,  Savigny,  Obl.  Recht  I  §.  32  S.  335  ff.,  einfacher  erklärt  sie  sich
aus  der  Untheilbarkeit  des  Acts  des  Tradirens,  namentlich  nach  der  besondern
öconomischen  Natur  der  Gutsübergabe  [fundum  tradi),  denn  Übbelohde's  S.  40
fundum  radi:  Columella  2,  20  pr.,  ist  den  Juristen  nicht  geläufig  genug  und
die  Detention  keineswegs,  wie  er  S.  6.  43  annimmt,  quotenweise  untheilbar:
L.  5.  §.  11  D.  ut  in  poss.  leg.  (36,  4)  —,  eine  bestimmte  Zahl  von  Arbeitstagen ¬
  soperael  bei  gemeiner  Handarbeit,  L.  15  §.  1  D.  de  op.  lib.  [38,  1),  L.  54
§  1  D.  de  V.  0.  [45,  11,  eine  nach  Maßen  in  Accord  gegebene  Arbeit,  anders
ein  opus,  bei  dem  sich  die  zur  Vollendung  nöthigen  einzelnen  Arbeiten  nicht
auf  Zahlenverhältnisse  zurückführen  lassen.  L.  80  §.  1  D.  ad  L.  Falc.  [35,  21.
Das  Kriterium  der  Theilbarkeit  ist  allein  die  natürliche  Beschaffenheit  der
Leistung,  nicht  etwa  das  formelle  Recht  der  Stipulation:  Savigny  a.  a.  O.
S.  332.  375.  R.)
c)  L.  17  D.  de  acceptil.  (46,  4):  Qui  hominem  aut  decem  stipulatus  est,
si  quinque  accepto  fecerit,  partem  stipulationis  peremit  et  petere  quinque,  aut
partem  hominis  potest.
d)  L.  2  §.  1  D.  de  V.  O.  (45,  1):  Et  harum  omnium  quaedam  partium
praestationem  recipiunt,  veluti  cum  decem  dari  stipulamur,  quaedam  non  récipiunt, -
  ut  in  his,  quae  natura  divisionem  non  admittunt,  veluti  cum  viam,  iter,
actum  stipulamur,  quaedam  partis  quidem  dationem  natura  recipiunt,  sed  nisi
tota  dantur,  stipulationi  satis  non  fit,  veluti  cum  hominem  generaliter  stipulor,
aut  lancem,  aut  quidlibet  vas.  Nam  si  Stichi  pars  soluta  sit,  nondum  in  ulla
parte  stipulationis  liberatio  nata  est,  sed  aut  statim  repeti  potest,  aut  in  pendenti ¬
  est,  donce  alius  detur.  Eiusdem  conditionis  est  haec  stipulatio,  Stichum
aut  Pamphilum  dari.
            
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