Inhaltsverzeichnis : Leibniz, Gottfried Wilhelm: Des Freyherrn von Leibnitz kleinere philosophische Schriften

Von  Leibnitz
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man  nur  die  Gotheit  oder  Deum  ex  machina
zu  Hülfe  nähme;  ohne  daß  man  sich  um  die
Natur  der  Dinge  zu  bekümmern  vonnöthen
hätte.
108.  Uber  dieses  muß  man  die  gemeine  Lehre ¬
  der  Gottesgelahrten  nicht  also  fort,  als  eine
blose  Meynung  des  gemeinen  Haufens  verachten. =
  Es  werden  sehr  wichtige  Gründe  erfordert, =
  ehe  man  sich  unterstehen  mag,  derselben
zu  widersprechen:  dergleichen  ich  aber  hier  nicht
antreffe.
109.  Wiees  scheinet,  so  hat  sich  der  Her  Autor =
  in  seinem  eigenen  Begriffe  von  dem  Wunderwerke =
  verwirret.  Er  erfordert,  daß  ein
Wunderwerk  eine  seltene  und  ungewöhnliche
Begebenheit  seyn  müsse:  gleichwolen  wirft  er
mir,  wiewohl  ohne  Grund,  bey  dem  §.  31.  vor,
daß  die  vorherbestimmte  Harmonie  ein  stetswährendes ¬
  Wunderwerk  seyn  würde.  Dieses =
  hänget  nicht  zusammen:  es  sey  denn,  daß
man  nur  wäre  gesonnen  gewesen,  wider  mich
aus  meinen  angenommenen  Begriffen  zu  streiten. ¬

Auf  den  5.  43.
110.  Wenn  das  Wunderwerk  nur  dem  äuserlichen =
  Schein  nach  ,  und  in  Absicht  auf  uns,
von  einer  natürlichen  Begebenheit  unterschieden =
  ist;  dergestalt  daß  wir  nur  dasjenige,  welches =
  wir  selten  wahrnehmen,  ein  Wunderwerk
n  ennen  sollen:  so  wird  unter  einer  natürlichen
D
            
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