Objekt : Löw, Carl Friedrich Ludwig von: Ueber die Markgenossenschaften

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In  der  oben  Note  12.  angeführten  Stelle  über
die  Rheingauer  Haingereide  heißt  es,  alle  Markbewohner ¬
  hatten  ein  equale  jus  in  nemoribus  aquis
et  pascuis  gehabt;  hier  fand  also  vollkommene  Gleichheit =
  der  Nutzungsrechte  statt.  Dasselbe  scheint  in
der  Biberer  Mark  der  Fall  gewesen  zu  seyn.  Es
heißt  in  Beziehung  auf  das  Bauholz:  „welch  mercker
a  buwen  will,  der  sall  laub  bitten;  gibbyd  man  ymme
e  laube,  so  mag  er  zu  walde  geen  und  mag  hauwen
e  Buweholzey;  dann  vom  Weiderecht:  a  auch  wijsen
«wir,  das  ein  gewerter  man  in  sinem  hofe  mag  han
ezwei  und  drijßig  schafe  und  sal  die  trijben  vor  sinen
e  rechten  jareshirten  »;  rücksichtlich  der  Mast:  «  wir
ewijsen  dem  gewerten  wan  fol  eckren  ist,  zwei  und
e  drijßig  swine  zu  driben  vor  sinen  rechten  jarhirten,
awer  iz  aber  nit  fol  eckern,  wie  dan  die  merker  zu
c  rade  wurden,  also  sulde  man  iz  haldend  und  endlich  von
a  der  Fischerei:  awir  wijsen,  daß  die  Bijbra  die  bach
«  als  frij  ist,  das  ein  iglich  merker  drin  mag  geen
efischen  als  lang  biß  das  der  Kudely  (Fichard  meint:
Kittel)  ain  die  Roda  hangit»  27).  Nur  über  das  Brennholz ¬
  findet  sich  keine  Bestimmung.  In  der  Röder  Mark
ward  das  Bauholz  nach  vorgängiger  Besichtigung  durch
Sachverständige  dem  jedesmaligen  Bedürfnisse  gemäß
angewiesen,  neue  Gebäude  sollten  nach  der  Verordnung =
  v.  J.  1742.  nicht  mehr  errichtet  werden  dürfen;
Brennholz  durfte  in  früherer  Zeit  jeder  Märker  soviel
—
27)  X.  2.  S.  144.
            
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