Volltext : Grundsätze des gemeinen deutschen Privatrechts (1)

Von  den  Quellen  des  deutschen  Privatrechts.
7
ideen  *0)  deuten.  Zum  Auffinden  dieses  ältesten  Rechts  dienen  die
Zeugnisse  der  Griechen  und  Römer  **),  die  Benützung  der  Nachrichten ¬
  über  den  Zustand  der  Völker,  welche  mit  den  alten  Deutschen
auf  gleicher  Culturstufe  gestanden  haben  mögen  12),  Schlüsse  aus
der  Verwandtschaft  und  Abstammung  der  alten  deutschen  Völker  13
und  die  Folgerungen  aus  den  Gesetzen,  welche  in  den  ältesten  Volksrechten ¬
  14)  und  selbst  in  manchen  zwar  erst  spät  aufgezeichneten,  aber
Zeugnisse  hohen  Alterthums  enthaltenden  Sammlungen  15)  sich  finden.
Als  Sammlungen  dieses  alten  Volksrechts,  von  welchem  jedoch  ein
großer  Theil  neben  den  Aufzeichnungen  fortgalt  16),  erscheinen  die
vom  5ten  bis  9ten  Jahrhunderte  gesammelten  Volksrechtsbücher  17
10)  Z.  B.  über  Mundium,  das  Institut  der  Stammgüter,  Ansicht  über  german. ¬
  Freiheit.
11)  G.  Koehler  de  fide  scriptor.  veler.  in  reb.  German.  Jen.  1771.
Voelkel  de  fontib.  unde  Tacitus,  quae  de  patria  nostr.  trad.
hauser.  Marb.  1788.  J.  P.  Anchersen  in  opusc.  minor.  nr.  5.
II.  Arndt  quatenus  Tacit.  de  German.  lib.  sid,  sit  hab.  Lips.  1775.
J.  Meierotto  font.  quos  Tacitus  in  trad.  reb.  sequutus  videt.
Berol.  1795.  Gebauer  vestigia  juris  german.  antiq.  in  Tacito
obvia.  Gott.  1766.  Adelung  älteste  Geschichte  der  Deutschen,  ihrer
Sprache,  Literatur.  Leipzig,  1806.  Barth  Deutschlands  „schichte.
Baireuth,  1818.  II  Thle.  2te  Aufl.  1840.  Rühs  ausführ..  Frl.  der
ersten  10  Kap.  des  Tacitu  Beli  1821.  F.zk  in  Kieler  Beitr.  11.  Bd.
S  467.  Luden  Geschichte  des  teutschen  Volkes.  Gotha,  1825.  I.  Bd.
E  696.  Die  Germania  des  Tacitus,  übersetzt  und  mit  Anmerk.  von
Bülau,  Weiske  und  Leutsch.  Leipzig,  1828.  Becker  Anmerk.  und  Excurs.
zu  Tacitus  Germ.  Hannover,  1836.  Türk  Vorlesungen  über  das  deutsche
Privatrecht.  Rostok,  1832.  S.  29.  Guizot  cours  d'histoire  moderne.
Paris,  1829.  I.  vol.  p.  252.  258.  und  Abh.  in  den  actis  societatis
Graccac.  Lips.  1836.  p.  43—116.  Klimrath  in  der  Revue  de  legislation. ¬
  1839.  p.  289.  Passov  über  Tacitus  Germania  in  Wachlers
Philomathie.  I.  S.  31.  Gerlach  in  der  wissenschaftl.  Zeitschrift  der
Lehren  der  Lehrer  der  basler  Schule.  1825.  2r  Jahrg.
12)
Dreyer  Miscellaneen.  S.  47.  Falk  in  Kieler  Blättern  l.  c.  S.  77.  Zur
Vergleichung  s.  Martius  von  dem  ältesten  Rechtszustande  der  Ureinwohner ¬
  Brasiliens.  München,  1832.  s.  noch  Guizot  l.  c.  p.  271.
13)  Dreyer  Nebenstunden  zur  Erl.  d.  R.  S.  267.  S.  Zachariae  de  origin. ¬
  jur.  rom.  ex  jur.  germ.  Ieidelb.  1817.  Falk  in  Kieler  Blättern. ¬
  1819.  S.  82.  Kolderup  Rosenvinge  de  usu  juramenti  in  litibus. ¬
  Hafniae,  1817.  Sect.  II.  p.  9.  Ueber  die  angebliche  Abstammung
von  den  Persern.  Luden  Geschich.r.  I.  S.  14.  590.
14)
Eichhorn  Rechtsgesch.  §.  29.
15)
Hieher  gehören  besonders  die  Weisthümer,  s.  Grimm  deutsche  Rechtsalterthümer. ¬
  Gött.  1828.  Vorrede  S.  IX.  u.  S.  63.
16)  Lex  bedeutete  das  gesammte  im  Volke  lebende  Recht  (Dreyer  de  usu
jur.  Anglosax.  p.  89  in  not.  v.  Savigny  Gesch.  des  röm.  R.  I.  Bd.
S.  105.);  daher  wird  oft,  z.  B.  in  Goldast  script.  rer.  Aleman.  II.
p.  26.  von  Lex  Aleman.  gesprochen,  während  in  der  gesammelten  Lex
Aleman.  nichts  vorkommt.  Neugart  Cod.  dipl.  Alam.  nr.  709.  Daraus ¬
  erklärt  sich  auch  II.  Feudor.  29.
17)
Gesammelt  in  J.  Sichard  leges  Ripuar.  Baiuwar.  et  Aleman.  Basil.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer