Volltext : Griesinger, Ludwig Friedrich: De servitute luminum et ne luminibus officiatur

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Ordinatio  de  ædificiis  Wirtembergica  hæc  sancit: -
  „  Welcher  in  unsern  Städten  oder  Dörfern  /  auf  seinem
„  Eigenthumsgrund,  Boden,  Garten,  Hof  oder  andern
„  Plätzen,  da  zuvor  kein  Gebäude  gestanden,  von  Neuem
„  ein  Haus,  Scheuer  oder  anderes  /  zum  Nutzen  und  Zierde
g  aufrichten  wollte,  der  mag  solches,  (es  wäre  ihm  dann
„  durch  sonderbare  Dienstbarkeiten  /  Conträkte,  Gedinge,  Ver4 =
  träge,  Pakt,  Untergangsspruch  oder  Urthel  verboten)  wohl
n  thun;  doch  soll  er  gegen  seinen  Nachbar,  der  an  der„ =
  selben  Seite  Gerechtigkeit  zu  Luft  und  Licht  hat,
,  wo  nicht  ein  alter  gemeiner  Winkel=Trauf,  Wasserfall,
„  oder  sonst  eine  gemeine  Einfahrt  vorhanden,  mit  solchem
„  neuen  Bau,  seines  Nachbars  Luft  und  Licht  wegen,  drei
favet  Iquod  ex  eo  patel,  queniam  secundum  Reformationen
Francofurtanam  P.  VIII.,  tik.  7.  §.  2.  et  §.  4.  vicinis,  in
savorem  dominorum  arearum  horterumgé,  non  est  permissum,
novas  in  parietibus  suis  fenestras  versus  areas  hortosve  vicinorum
averire,  et  quia  domini  arearum  hortorumve  vicinos  cogere  possunt, ¬
  ut  fenestras  versus  areas  hortosve  suos  apertas  cancellis
muniant;  quod  utrumque  jus  leges  romana  dominis  drearum
et  hortorum  nondum  concesserant)  idleoque  probabile  quam  minime ¬
  est,  eandem  ipsam  Reformationem  dominorum,  in  suis
areis  vel  hortis  ædificaturorum,  jura  dominii  naturalia,  in  vicnorum ¬
  favorem,  lædere,  vicinis  his,  maximo  cum  incommodo
et  damno  domincrum  arearum  et  hortorum,  Servitutem  legalem ¬
  luminum  concedere,  et  d  notisimis  juris  roman
principiis,  in  fayorem  vicinorum,  fenestras  habentium; -
  et  in  odium  dominorum  arearum  hortorumve, -
  discedere  voluisse.
            
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