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23. Buch. 3. Tit. §. 1237
dem Ausspruche des Paulus s7): ibi dos esse debet,
ubi onera matrimonii sunt, gewiß der Frau eben so,
wie dem Manne, nichts so sehr am Herzen liegen muß,
als das, wovon die Lasten der Ehe zu bestreiten sind.
Wo nun aber das factum traditionis so, wie hier,
ausser Zweifel ist, kann man dann wohl noch mit einigem
Scheine unserer Meinung die Rechtsregel entgegensetzen:
Id, quod nostrum est, sine facto nostro ad alium
transferri non potest 88)? da überhaupt diese Regel,
wie schon Cujazs?) bemerkt hat, nur dahin gehet, daß
der bloße Wille ohne erfolgte Uebergabe zur Uebertragung
des Eigenthums nicht genüge9°). Will man aber auch
die Bestellung einer Brautgabe zu den Verträgen rechnen,
so ist zwar an sich richtig, daß ein Vertrag nicht vermuthet ¬
werde, aber doch auch nirgends verordnet, daß die
Bestellung einer Brautgabe immer namentlich und ausdrücklich ¬
geschehen müsse. Warum sollte sie nicht, wie
jeder andere Vertrag, auch mit stillschweigender Einwilligung ¬
der Ehegatten geschehen können?)?
87) L. 56. §. 1. D. de iure dot.
88) L. 11. D. de div. reg. iuris.
89) Praelect. in Tit. Dig. de divers. reg. iuris. ad L. 11. cit.
9o) L. 20. Cod. de pactis. S. Warnkönig's Bemerkungen ¬
über den Begriff der iusta causa bey der Tradition; =
im Archiv für die civilist. Praxis von E.
von Löhr, Mittermaier und Thibaut 6. B. 1. H.
Nro. IV. S. 111. ff.
S. Henr. Th. PAGBNSTECHER Diss. de pactis tacitis.
91)
adj. EIUSDEM Commentar. in Sexti Pomponii Icti ad
Sabinum de re testament. libros IV. Lemgov. 1750. 4.
pag. 141. 8qq.