Anhang.
575
II.
Erster Fall.
Die Südbahn-Actiengesellschaft ist mit einem Grundvermögen ¬
von 30000 000 M, gebildet aus den Einlagen für
60000 Stück Actien à 500 M, ins Leben gerufen worden.
Sie hat das gesammte Capital bis auf den Betrag von
175 000 M zum Bau verwendet. Während ihrer dreijährigen
Betriebsdauer hat sie alljährlich 140 000 in den Erneuerungsfonds -
gelegt.
Am Ende des dritten Jahres lautet ihre Bilanz:
Bilanz
der Südbahn-Actiengesellschaft pro Betriebsjahr 1876/77,
abgeschlossen per 31. März 1877.
(Zahl der Actien: 60 000 Stück.)
Activa.
Passiva.
4
4
Eigenthum der Gesellschaft ¬
ist die von A
nach B führende Eisenbahnlinie ¬
nebst allen
dazu gehörigen Bauwerken, -
Gebäuden, Locomotiven, -
Wagen, Fabriken ¬
und Werkstätten, -
wie solche in der
bereits genehmigten
Schlussabrechnung aufgeführt ¬
sind.
Materialienbestände
oooo00
Restbetrag aus dem Baufonds
175000
Diverse Debitores
Erneuerungsfonds
ooo o00
000
Cassenbestand
Diverse Creditores
oooo00
ooo00
Reservefonds
etc. etc.
o00
Beamten-Pensions- u. Unterstützungsfonds -
oo00
etc. etc.
An dieser Bilanz würde sich nichts ändern, wenn die Eisenbahnlinie ¬
unter gleichen Verhältnissen nach dem in Abschn. IV
§ 6 vorgeschlagenen System erbaut worden wäre; nur könnten
die unter den Passivis figurirenden 175000 nicht aus dem
Baufonds übrig geblieben sein, da die Bahn nebst Zubehör von
den Zeichnern in natura hätte überliefert sein müssen. Dagegen
wurde ein baares Betriebscapital vorhanden sein müssen.