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stand, gehörte er zu dessen Familie. Daher sagt
Grimm (dessen Autorität kein Verständiger bezweifeln
wird, denn er war unter den Ersten, die durch
riesige Studien uns den Blick in das deutsche Mittelalter ¬
geöffnet haben):
„Ich glaube, die Hörigkeit und Knechtschaft der Vergangenheit ¬
war in Vielem leichter und liebreicher, als das gedrückte
Dasein unserer Bauern und Fabriktaglöhner. In den alten
Dienstleistungen war überhaupt mehr Naturleben. Sie hatten
ein unbestimmteres Element, irgend etwas Zufälliges konnte
zum Vortheil des Dienenden ausschlagen. Die Lasten der
heutigen Bauern haben darum schon einen schwereren Character,
weil sie auf ein engeres, einförmiges Ziel gerichtet, Mittel und
Wege dazu oft den Geschäften des Landmannes unangemessen
sind." (Rechtsalterthümer XVI und 395.)
Stolz und mit Recht war der Bauer
damals auf seine Arbeit und ihre Ehre;
mancher Edelmann, der durch ritterliches Leben, durch
Spiel und Jagd herabgekommen war, gab seine
Tochter einem reichen Bauern. Sehr üppig muß die
Kost der damaligen Bauern gewesen sein. Es liegen
darüber Berichte fast aus allen deutschen Ländern
vor, die einstimmig erzählen, wie wohlhabend und
reich der Bauernstand damals gewesen, wie kostbar
er sich kleidete, und wie vortrefflich und viel er gegessen ¬
und getrunken. Daher klagt der Schwabe
Heinrich Müller im Jahre 1550 (Curieuse Nachrichten ¬
S. 19):
„Noch bei gedenken meines vaters, der ein bawersmann
war, hat man bei den bawern vil anders gegessen als jetzt.
waren jeden tag fleisch und speisen in überfluß. Das ist
jetzt anders worden. Es ist eine gar kostspielige und schlechte
zeyt geworden seit vielen jahren und ist die nahrung der besten
bawern fast viel schlechter als von ehedem die der taglöhner
und knechte was.
Auch die landwirthschaftlichen Taglöhner ¬
waren damals (im 15. Jahrhundert) in
einer so günstigen Lage, wie sie später niemals wiederkehrte. ¬
Ihre Kost war gut, oft sogar vortrefflich,
Fleisch und Fische bekamen sie in Menge, wie überhaupt ¬
das Fleisch damals so allgemein und täglich
gegessen wurde, daß eine mittelalterliche Schrift, der