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Menschheit. Das Menschenthum, in dem das Alterthum gipfelt,
ersteht wieder, nicht in naiver jugendlich heiterer Schönheit, sondern ¬
gereift und sich seiner bewußt geworden. Die maaßvolle
sittliche Schönheit der ooovy, die Mannestugend, ersteht
wieder, umschlossen und getragen von der Liebe: der Erlöser ist
vor zweitausend Jahren erschienen; es naht die Erlösung.
Die Worte sind meiner Feder entflossen, das Wehen des
Geistes hat sie dictirt; ich fühle mich ruhig und zufrieden, das
Herz voll Liebe und Frieden, nun das, was mich im Innersten
bewegt hat viele Jahre, in gegenständlichen Worten Gestalt
:
gewonnen. Mögen sie ihren Platz behalten in der Vorhalle
zu Abhandlungen über dingliche Rechte und usurae ex mora.
Sind doch auch diese, und das bildet in meinen Augen ihren
Werth, Erzeugnisse des Denkens. Man sieht es den frischen Gesichtern ¬
dieser Kinder meines Geistes nicht an, wieviel Wehen mir
die Schwangerschaft und ihre Geburt verursacht hat. Sie haben
ein leichtes Aeußere, sind nicht igelartig mit Quellencitaten besetzt,
die Porstellung und selbst das Bild ist den wissenschaftlichen Entwickelungen ¬
eingewebt. Ich habe auch den Haß gegen die Vorstellung ¬
meiner Zeit getheilt, als ich dem sich selber denkenden
Denken götzendienerte. Das heißt soviel, als das Fleisch hassen,
die schöne bekleidende Hülle des Körpers, und nur Gedanken in
der Form des Denkens haben wollen, heißt, Knochengerippe um
sich gruppiren.
Ich lasse sie nun hineintreten in die Welt. Spurlos werden
sie nicht untergergehen; sie sind in der Weise des Mannes gehalten, ¬
dessen Manen ich sie geweiht. Daß ich glauben sollte, ich
wäre der Schwan, der auf Gans zu folgen bestimmt, das liegt
meinem Sinne fern: und wenn auch die Kraft, die ich in mir
sich regen fühle, nicht in ihrer jugendlichen Entwickelung gehemmt