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spondi: venditionem nullius momenti esse, et, si creditor pecuniam ¬
a muliere peteret, exceptionem utilem fore, quamvis creditor ¬
existimaverit, mulierem debitricem mariti fuisse, nec id
contrarium videri debere ei, quod placeat, si quando in hoc
mulier mutuata esset, ut marito crederet, non obstaturam exceptionem, ¬
si creditor ignoraverit, in quam causam mulier mutuaretur, ¬
quando quidem plurimum intersit, utrum cum muliere
quis ab initio contrahat, an alienam obligationem in eam
transferat; tunc enim diligentiorem esse debere.
Ein Mann hatte seiner Frau ein Grundstück verkauft.
Die Frau war aber nicht schuldig, den Kaufpreis zu bezallen,
weil die Kaufsumme unverhältnissmässig niedrig war angesetzt ¬
worden, indem der Mann in der Form eines Kaufes eine
(zwischen Eheleuten verbotene) Schenkung hatte bewerkstelligen ¬
wollen. Der Mann, der dem A Geld schuldig war, überwies ¬
die Nichtschuld der Frau an A, und die Frau versprach
dem A zu zahlen. Der Gläubiger mochte nun die Bewandniss
der Sache gewusst oder nicht gewusst haben, er musste das
Senatusconsult gegen sich gelten lassen. Denn so viel lag
gleich in der Form des Geschäftes vor: die Frau war für eine
tremde Verbindlichkeit eingetreten, und der Gläubiger hätte.
bis er sich nicht von dem Gegentheile unterrichtet und erfaliren, ¬
dass die Frau Schuldnerin des Mannes sei und daher
mittelst des Geschäftes eine eigene Schuld berichtige, von der
Voraussetzung ausgehen sollen, die Forin des Geschäftes sei
der Ausdruck der damit verbunden gewesenen Absicht.
§. 5.
Zu Num. 4.
Rechte derjenigen, welche der Intercession einer
Frauensperson beigetreten.
Den Satz, dass das SCt. Vellej. den intercedirenden Frauen
und den für sie anderweit intercedirenden Personen zu statten
komme, sprechen in höchster Allgemeinheit aus l. 14. u. 15.
Cod. h. tit.
„l. 14. Mulierem contra Senatusconsulti Vellejani auctoritatem -
non posse intercedere eademque exceptione lidejusso
rem ejus uti posse, juris auctoritas probat. Unde, si mater
tua marito quondam suo heres non exstitit, satis idoneae exceptionis ¬
remedio tuta est.
„J. 15. Si uxor pro marito contra Senatusconsultum intercessura ¬
te rogavit mandatorio nomine, it pro ea tuam fidem
obstringeres, initio contractus per exceptioni auxilium obligationi ¬
tuae adhaesit securitas, qua conventus defendi potes.
In dem Titel der Pandecten findet er sich nur angedeutet,
und zwar in folgenden zwei Stellen: