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dem Angesichte liegend zum Himmel hinaufflehte: „Vater, wenn es möglich ist, so nimm
diesen Kelch von Mir; doch nicht mein Wille geschehe, sondern der deine“; und dann
über die Schläfrigkeit der bevorzugtesten Freunde wehmütig klagte: „Könnet ihr denn nicht
Eine Stunde mit Mir wachen und beten? Wachet doch und betet, damit ihr nicht in
Versuchung fallet!“ oder wie er zitternd aufschauderte beim Anblicke des treulosen Judas,
als dieser, begleitet von einer großen Schar mit Laternen, Fackeln, Schwertern und Prügeln,
ankam, den entsetzlichen Kuß des Verrates auf das Angesicht Jesu drückte und die abscheuliche -
Lüge ausstieß: „Sei gegrüßt, Meister!" .. Eine wunderbare Bewegung des
Gemütes drückte sich in seinem Angesichte aus, so oft er in seiner Betrachtung unter dem
hochheiligen Kreuze stand und aus dem Nunde des sterbenden Jesus das dritte Wort
hörte: „Siehe, deine Mutter!" Denn er liebte Maria, die makellose, gnadenvolle Jungfrau, -
die Morgenröte des Heiles und die Pforte des Himmels, mit kindlicher Ehrfurcht
und Hochschätzung; in ihre Hände legte er das Gelübde der jungfräulichen Keuschheit für
sein ganzes Leben ab; zu ihrem Preise sang er täglich in tiefempfundener Andacht den
selbstverfaßten Hymnus, aus welchem einige Strophen hier folgen:
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Alle Tage
Liebend spende
Ohne Ende
Sing' und sage
Lob dein Lied der Königin;
Lob der Himmelskönigin!
Ewige preise
Ihre Feste
Zarte Weise
Ehr' aufs beste,
Ihrem treuen Muttersinn!
Ehre Sie mit Kindessinn.
Ach! aus meinen
Sieh', die Klare,
Nimmer reinen
Wunderbare,
Lippen tönt kein süßer Sang!
Wie so hoch Gott Sie erhebt!
Doch ich zage
Selig preise
Nicht und schlage
Mutter heiße
Fest der Harfe Feierklang.
Sie, die ob den Engeln schwebt.
O gewähre
Ihr vertraue,
Stets, du Hehre,
Auf Sie baue,
Mir der That und Rede Kraft,
Schuld befrei'
Daß Sie dich von
Daß an keinem
Und im Streite
Tag zu deinem
Dir zur Seite
Geist erschlafft!
Lobgesang mein
sei.
Wider alle Feinde
O verleihe
Daß ich weihe
Ganz mein Leben deinem Sohn,
Daß ich erbe,
Wenn ich sterbe,
Ihn — des Himmels höchsten Lohn!
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Bitschnau, Standesunterweisungen.
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