Metadaten : Deutsche Rechtsalterthümer (1)

590
haus.  ehe.  cingehung.  brautgabe.
entrichtet  wurde  und  daß  er  im  verhältnis  zu  ihr  réparius,  sie
im  verhältnis  zu  ihm  réparia  heißt,  vielleicht  die  im  band  des
Ichutzes  Itehenden?  dann  würde  rêpus  in  anderm  finne,  als  dem
vorhin  aufgestellten,  das  nôtgelt  (altn.  naudgiald)  fein,  das  des
427  bandes  (nôt)  wegen  zu  zahlen  wäre?  Nach  dessen  zahlung
trat  eine  neue  förmlichkeit  ein,  wovon  ich  noch  unten  handeln
werde.  Läßt  lich,  worauf  es  hier  hauptlächlich  ankommt,  nach
der  formel  nicht  bezweifeln,  daß  bei  den  Saliern  für,  den  rêpus
die  witwe  gekauft,  wie  bei  den  Sachsen  ein  pretium  emtionis
ihrem  tutor  für  sie  gezahlt  wurde  (oben  f.  422);  so  folgt,  daß
auch  die  langobard.  mêta  ein  kaufgeld,  keine  bloße  dos  gewesen
ist,  denn  fie  wurde  ganz  in  demlelbeu  fall  entrichtet  und  unterschied ¬
  lich  nur  dadurch,  daß  lie  eine  namhafte  geldsumme  war,
keine  bildlichen  drei  schillinge.  lex  Roth.  182:  si  quis  filiam
suam  aut  quamlibet  parentem  in  conjugio  alii  dederit  et  contigerit ¬
  calus,  ut  ille  maritus  moriatur,  poteltatem  habeat  illa
mulier  vidua,  si  voluerit,  ad  alium  maritum  ambulandi,  liberum
tantum.  lecundus  autem  maritus,  qui  eam  tollere  disponit,  de
luis  propriis  rebus  medium  pretii,  quantum  fuerit  dictum,  quando
eam  primus  maritus  sponsavit,  pro  ipsa  meta  dare  debet  ei,  qui
heres  proximus  mariti  prioris  esse  invenitur,  d.  i.  dem  in  dessen
mundium  die  witwe  war.  In  den  späteren  frief  geletzen  finde
ich  eine  der  altfränk,  vergleichbare  abgabe,  welche  mondschet
(muntscaz)  heißt,  der  bräutigam  einer  jungfrau  muß  ihrem  vormund ¬
  zwei  schillinge,  der  einer  witwe  zwei  mark  weniger  vier
pfenninge  erlegen.  Fw.  27.  [—  Dem  vom  bräutigam  gezahlten
reipus  entlpricht  der  von  der  braut  gegebene  accafius.  lex  sal.
tit.  47  [44];  var.  adelius,  adhelius.
3.  nach  Tacitus  worten  follte  man  in  den  gegenständen
der  brautgabe  fymbolische  beziehung  luchen:  interlunt  parentes
et  propinqui  ac  munera  probant,  munera  non  ad  delicias  muliebres ¬
  quaesita,  nec  quibus  nova  nupta  comatur;  led  boves  et
frenatum  equum  et  feutum  cum  framea  gladioque  hoc
unum  quidem,  quem  in  manu  tenebant,  tanquam  emendi  caula  marito
dare;  alium,  quem  in  pede  habebant,  in  foco  Larium  familiarium  poncre,
tertium  in  facciperio  cum  condidisfent,  folebant  refignare.  Varro  apud
Nonium  in  Nubentes.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer