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L. 14. §. 9. „Si venditor nominatim exceperit de aliquo
morbo, et de cetero sanum esse dixerit aut promiserit, standum ¬
est co, quod convenit; remittentibus enuu actiones suas
non est regressus dandus, nisi sciens venditor merbum consulto ¬
relicuit; sunc enim dandam esse de dolo malo repsicitionem. ¬
3) Die allgemeinste Ansicht, von welcher die römischen Jnrislen ¬
bei Behandlung der actio redhibitoria ausgingen, ist die
uämnliche, auf welcher die actio emti beraht, insoferne der
Verkäufer durch diese für mangelnde Qualitäten soll in Anspruch ¬
genommen werden, nämlich die:
Der Käufer ist berechtiget zu erwarten, dass
das Object des Kaufes so beschaffen sei, wie es
beschaffen sein muss, um die Dienste zu leisten,
die von demselben entweder im Allgemeinen oder
Besonderen dann geleistet werden, wenn es diejenigen -
Eigenschaften hat, welche der Verkäufer
daran rühmte. Leistet die Sache dies nicht, so ist
dem Käufer nicht zuzumuthen, dass er sie behalte,
sondern er ist berechtiget, auf Redhibition zu
dringen. (M. s. den Satz unter Num. 2b.)
l. 1. §. 8. „Proinde si quid tale fuerit vitii sive mor
bi. quod usum ministeriumque hominis impediat,
id dabit redhibitioni locum, dummado memmerimus,
non utique quodlibet quam levissimum effiecre, ut morbosum
vitiosumve quid habeatur. Proinde levis sebricnla, aut vetus
quartana, quae tamen jam sperni potest, vel vulnusculum modicum -
nullum habet in se délietum, quamvis pronunciatum
non sit; confemni enim haec potuerunt.
Der Verkäufer (§. 2. 1. cit.) darf sich nicht mit dem Irrthume ¬
schützen; denn er hätte nicht versichern sollen, was
nicht wahr ist, und um dasjenige sich bekümmern und dem
Käufer sagen, was diesem zu wissen nötkig war.
Diese der actioni redhibitoriae zu Grunue gelegte Ansicht,
verstattet die Anwendung auf jede Art von Sachen und wird
s0 anzuwenden bein, dass wie bei ausdrücklich gerühmiten
Qualitäten deren Vorhanden- oder Abbandensein nur nach
einem mittleren Maasstabe beurtheilt wird, man eben so auch
die Frage, ob die Sache denjenigen Gebranch verstatte, zu
welchem ihrer Art Sachen verwendet zu werden pflegen, nur
nach einem billigen Ermessen beantwortet, das jedoch in Fäleinen ¬
erwähnt, keinen Anstand nehmen
len wie l. 49.
konute, für den Verkäufer zu entscheiden.
*) Wie richtig sie sei, geht auch daraus hervor, dass bei Sclaven, ausser
den körperlichen Gebrechen, die Verkäufer nur für solche vitia animi haften,
welche deren Brauchbarkeit im Ganzen und Hauptsächlichen aufbeben, nicht
für andere, wie z. B. Lügenhaftigkeit, Gefränzigkeit u. s. v.
„Etiam in sundo vendito redbibitionem procedere, nequaquam in**) ¬
certum est, veluti si pestilens fundus distractus sit; nam redhibendus erit.