69 -Eine -
nach oben beschriebenen Kriterien durchgeführte Aufteilung des Materials in Ordnern ermöglichte -
dann einen gezielten Einsatz der Mitarbeiter/innen in der Zweitedition.
3.6 Die Zweitedition
In der zweiten intensiven Bearbeitungsstufe sollten alle notwendigen Entscheidungen gefällt und die
(letzten) Korrekturen eingetragen werden, ehe das Protokoll zur Eingabe der Daten (bzw. Bereinigung
der Eingabedatenbank) freigegeben wurde. Wichtigste Aufgabe in dieser Stufe war die Kontrolle aller
vorhergehenden Prozesse. Dabei ergaben sich durchaus erneute Sondierungs- bzw. Ausleseprozesse,
das heißt, Protokolle mit ungeklärten Problemen wurden zurückgestellt und (z.T. sogar zum zweiten
Mal) zur Nachrecherche oder weiteren Bearbeitung durch die Supervision oder entsprechende
Spezialisten vorgeschlagen. In den Endphasen der beiden Studien spitzte sich deshalb die Editionsarbeit -
auf schwierige Fälle zu, was Engpässe in der Durchführung erzeugte, da auch nur bestimmte
Mitarbeiter dafür eingesetzt werden konnten. In dieser Phase war auch ein erhöhter Kommunikationsaufwand -
zu leisten (Rücksprachen mit den Vorbearbeiter/innen, Verteilung auf bestimmte Personen
oder gemeinsame Diskussion). Die wöchentlichen Besprechungen, die während der Erstedition häufig
noch die allgemeinen Regeln und deren Ausnahmefälle sowie das generelle Vorgehen thematisierten,
wurden mit zunehmender Zweitedition für die Vorstellung von solchen Restfällen genutzt.
Es versteht sich, daß in dieser Stufe alle Prozeduren der Edition zum Einsatz kamen. Das folgende,
aus dem Arbeitsbuch zu LV II T übernommene Merkblatt beschreibt (verkürzt) die Palette der
Anweisungen zum Verfahren'.
Im Gegensatz zu LV II A, bei der die Edition vor Dateneingabe und Erstellung eines Datensatzes lag, mußten in LV IIT
auch die ja schon vorhandenen Datenbankeintragungen mit korrigiert werden (z.B. die Recordnummern oder Sortierungsvariablen). -
Da die sogenannte Recordnummer und Sort-ID in einer SIR-Datenbank ein geschütztes Datum ist, wurde sie
nicht im Rahmen der Eingabe der bereinigten anderen Werte, sondern in einem gesonderten Prozeß von einem speziellen
Mitarbeiter mit Zugangsberechtigung korrigiert. Für dieses Datenmanagement füllten die Editionsmitarbeiter spezielle
Formblätter für jeden zu bereinigenden Fall aus.