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§. 13.
cc. Forderungen aus unerlaubten Handlungen.
Daß solche Vermögens=Ansprüche, welche aus einer
unerlaubten Handlung entsprungen waren, auf Andere
übertragen werden können 37), war von jeher anerkannt.
Auch in Hinsicht der zu diesen Klagerechten gehörigen possessorischen =
Interdicte findet sich keine Ausnahme. Bei
diesem kommt es auch nicht darauf an, daß der Cessionar
eben dieselben Rechte an der Sache habe wie der Cedent,
nur versteht es sich, daß der Cessionar die Sache, deren
Gewahrsam er durch die posessorische Klage erhält, für
sich muß besitzen sollen. Unter den ältern gemeinrechtlichen ¬
Juristen war es streitig: ob possessorische Interdicte,
insbesondere die interdicta recuperandae possessionis ti38) ¬
tulo singulari auf Andere übertragen werden könnten
In der neuern Zeit wird dieß für ausgemacht angesehen ¬
"3), wie denn auch so wenig das Allg. Landrecht eine
actionum universitas recte venditur, veluti totum mercatoris
calendarium (t’gehele Schultboek), quod subinde fieri, ubi mercator ¬
foro cessit, apparet ex Responsis Jurisc. Holl. Part. 4.
consil. 195.
37) L. 12. D. de verb. sign. (L. 16). — L. 7. §. I. D. commodati ¬
(XIII. 6). — L. 35. §. 4. D. de contrah. emt. (XVIII. 1).
L. 31. pr. D. de act. emti. (XIX. 1). — L. 14. pr. u. L.80.
i. f. D. de furtis. (XLVII. 2). — L. 38. §. 1. D. de solut. (XLVI.
3). — Tiraquellus de retraict lign. §. 26. Gl. III. nr. 10—12.
(Opp. Ed. 1516. Tom IV. p. 305).
38) Wegen L. 18. D. de vi et vi armata. (XLIII. 16), wo
von dem Auftrage zu einer gewaltsamen Entsetzung, aber nicht
von der Übertragung eines durch gewaltsame Entsetzung begründeten ¬
Interdicts die Rede ist. — Tiraquellus l. c. §. 26. Gl. I.
Nr. 65—67. p. 299. u. Gl. III. Nr. 17. u. 18. p. 305.
39) v. Savigny Besitz §. 23. (1te Aufl. S. 210. 5te Aufl.
S. 281). — Mühlenbruch a. a. O. §. 25. S. 277. u. f.