Metadaten : Dritter Band (3)

Achtes  Buch.
360
wickelt,  die  Warzen  größer  und  mehr  gefärbt;  die  Beckengegend  ist
voller,  der  Bauch  runder,  die  Hüften  sind  breiter  und  die  Hinterbacken ¬
  stärker  (Aooodiry  radnvyog),  der  Schooß  breiter  und  die
Schenkel  mehr  nach  außen  gedreht.  Der  Schamberg  ist  mehr  gewölbt, ¬
  der  Haarwuchs  stärker,  die  Schamlippen  sind  runder,  voller,
länger  (Nr.  146.  IV.  S.  692  fgg.);  das  Schambändchen  bleibt
ausgedehnt;  die  Mündung  des  Fruchthälters,  die  bei  Jungfrauen
3  bis  4  Linien  im  Durchmesser  hatte,  ist  jetzt  um  einige  Linien
größer,  bleibt  rundlich  und  wird  keine  vollkommene  Querspalte  wieder, ¬
  indem  die  Lippen  dicker  und  weicher  bleiben  und  nicht  mehr  so
dicht  an  einander  schließen;  Narben  in  denselben  sind  bleibende
Spuren  erfolgter  Einrisse;  Überreste  des  Gebärens,  welche  bei  guter
Constitution  bald  unmerklich  werden,  sind  ein  tieferes  Herabhängen
des  Fruchthälters,  Weite  und  Schlaffheit  des  Fruchtganges;  ein
gelbbrauner  Streifen  in  der  Mittellinie  vom  Nabel  bis  zum  Schambeine, ¬
  schräge  und  quere  Falten  in  der  Unterbauchgegend  und  rothe
Flecke  oder  Streifen  an  den  Schenkeln  fehlen  bei  guter  Constitution
und  gehörigem  Tonus  ganz.
§.  575.  Die  Liebe  der  Erzeugenden  zu  ihren  Erzeugten  ist  bei
der  Hülfsbedürftigkeit  der  letzteren  (§.  514)  das  Mittel,  dessen  sich
die  Natur  bedient,  die  Gattung  zu  erhalten,  und  fehlt  daher  auch,
wo  das  Erzeugte  nach  der  Geburt  und  Enthüllung  sich  selbst  erhalten ¬
  kann  und  keiner  fremden  Pflege  bedarf  (§.  515,  B),  indem  die
Außenwelt  schon  ihm  die  Mittel  zu  Fortsetzung  des  Lebens  und  zu
Entwickelung  seiner  Kräfte  darbietet,  oder  wo  die  große  Fruchtbarkeit
das  Bestehen  der  Gattung  sichert  (§.  515,  m).  Da  nun  der
Mensch  am  längsten  hülflos  bleibt  und  am  langsamsten  sich  entwickelt, ¬
  so  ist  auch  den  Eltern  eine  innigere  Liebe  zu  den  Kindern
eingepflanzt,  welche  im  Selbstbewußtseyn  zu  ihrer  wahren  Bedeutung ¬
  sich  entfaltet  und  durch  die  Freiheit  in  ihrer  ganzen  Macht
erblüht.  Wie  aber  bei  den  Thieren  (§.  515,  e  bis  i),  so  ist  es
auch  hier  die  Mutter  vorzüglich,  welche  vermöge  der  Richtung  ihres
ganzen  Lebens  auf  Zeugung  die  Kinder  mit  inniger  Liebe  umfaßt,
während  dieses  Verhältniß  beim  Vater  verhältnißmäßig  mehr  seiner
Selbstständigkeit  untergeordnet  ist.  a)  Der  Grund  dieser  Liebe  liegt
zunächst  in  einer  Ahnung,  welche  zu  einem  kläreren  Gefühle  sich
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer