Achtes Buch.
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wickelt, die Warzen größer und mehr gefärbt; die Beckengegend ist
voller, der Bauch runder, die Hüften sind breiter und die Hinterbacken ¬
stärker (Aooodiry radnvyog), der Schooß breiter und die
Schenkel mehr nach außen gedreht. Der Schamberg ist mehr gewölbt, ¬
der Haarwuchs stärker, die Schamlippen sind runder, voller,
länger (Nr. 146. IV. S. 692 fgg.); das Schambändchen bleibt
ausgedehnt; die Mündung des Fruchthälters, die bei Jungfrauen
3 bis 4 Linien im Durchmesser hatte, ist jetzt um einige Linien
größer, bleibt rundlich und wird keine vollkommene Querspalte wieder, ¬
indem die Lippen dicker und weicher bleiben und nicht mehr so
dicht an einander schließen; Narben in denselben sind bleibende
Spuren erfolgter Einrisse; Überreste des Gebärens, welche bei guter
Constitution bald unmerklich werden, sind ein tieferes Herabhängen
des Fruchthälters, Weite und Schlaffheit des Fruchtganges; ein
gelbbrauner Streifen in der Mittellinie vom Nabel bis zum Schambeine, ¬
schräge und quere Falten in der Unterbauchgegend und rothe
Flecke oder Streifen an den Schenkeln fehlen bei guter Constitution
und gehörigem Tonus ganz.
§. 575. Die Liebe der Erzeugenden zu ihren Erzeugten ist bei
der Hülfsbedürftigkeit der letzteren (§. 514) das Mittel, dessen sich
die Natur bedient, die Gattung zu erhalten, und fehlt daher auch,
wo das Erzeugte nach der Geburt und Enthüllung sich selbst erhalten ¬
kann und keiner fremden Pflege bedarf (§. 515, B), indem die
Außenwelt schon ihm die Mittel zu Fortsetzung des Lebens und zu
Entwickelung seiner Kräfte darbietet, oder wo die große Fruchtbarkeit
das Bestehen der Gattung sichert (§. 515, m). Da nun der
Mensch am längsten hülflos bleibt und am langsamsten sich entwickelt, ¬
so ist auch den Eltern eine innigere Liebe zu den Kindern
eingepflanzt, welche im Selbstbewußtseyn zu ihrer wahren Bedeutung ¬
sich entfaltet und durch die Freiheit in ihrer ganzen Macht
erblüht. Wie aber bei den Thieren (§. 515, e bis i), so ist es
auch hier die Mutter vorzüglich, welche vermöge der Richtung ihres
ganzen Lebens auf Zeugung die Kinder mit inniger Liebe umfaßt,
während dieses Verhältniß beim Vater verhältnißmäßig mehr seiner
Selbstständigkeit untergeordnet ist. a) Der Grund dieser Liebe liegt
zunächst in einer Ahnung, welche zu einem kläreren Gefühle sich