Full text: Abhandlung über die gesetzmässige Befriedigung concurrirender Gläubiger (Bd. 1)

V 
Einleitung. 
Wenn aus dem Vermoͤgen des Schuldners alle Glaͤu 
biger befriediget werden können, unterliegt der richterliche Act 
der Vertheilung keinen Schwierigkeiten, und es kömmt wenig 
darauf an, nach welcher Ordnung diese Befriedigung vorge 
nommen werde; die Wichtigkeit dieser Amtshandlung zeigt 
sich erst dann, wenn einige Gläubiger wegen nicht zureichen 
den Vermöͤgens gar nicht zur Befriedigung gelangen, oder 
wenn es sich darum handelt, welche Glaͤubiger früͤher, und 
welche spater ihre Bezahlung erhalten sollen. 
Die Erfahrung lehrt es fast täglich, daß in Betreff der 
Meistbothsvertheilungen, sowohl außer als in Concurssachen 
eine auffallende, für die Interessenten keineswegs gleichgültige 
Verschiedenheit obwalte, welche Verschiedenheit theils in un 
richtigen Ansichten über die Wirkungen des Pfandrechtes, 
theils in dem vorausgegangenen unrichtigen Verfahren bey 
den Vorbereitungs=Acten zur Befriedigung der Gläubiger 
theils aber in den irrigen Ansichten über die Vertheilungen 
und die diesen zum Grunde liegenden Prinzipien selbst ihren 
Grund haben. 
Da es aber nur Eine wahre Art der Vermögens=Ver 
theilung unter die concurrirenden Gläubiger geben kann, so 
wie es nur Eine Wahrheit gibt, so soll hier eine solche durch=
	        
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