Full text: Abhandlung über die gesetzmässige Befriedigung concurrirender Gläubiger (Bd. 1)

IV 
kein genügender Leitfaden besteht, daß über das Ver 
fahren über Feilbiethungsgesuche, über Feilbiethun 
gen selbst, so wie über Sequestrations- und Con 
cursverhandlungen nur unvollständige mitzu gerin 
ger theoretisch-practischer Unsicht ausgeführte Ab 
handlungen bestehen; so habe ich über die Vorberei 
tungen zur Befriedigung der Gläubiger, in so weit 
sie mit dieser im unmittelbaren Zusammenhange ste 
hen, eben so wie über die Vertheilungen selbst die 
se Abhandlung ausgedehnt. 
Jn Betreff der hie und da vorkommenden Streit 
fragen habe ich lediglich meine Meinung angeführt, 
und dieselbe mit Bezug auf die gesetzlichen Vor 
schriften zu begründen versucht. Mag nun jeder Le 
ser selbst diese Meinungen prüfen, und können sie 
ihn auch nicht uͤberzeugen, so ist er doch um eine 
Ansicht reicher geworden, und kann in der Polemik 
mit desto besserem Erfolge arbeiten, um so mehr, 
da ich mich auch besonders bestrebte, die Ansicht 
der Practiker und der mir bekannten juridischen 
Schriftsteller daneben hinzustellen. 
Wenn diese Abhandlung, welche ich nur in der 
Erhohlungszeit von meinen Berufsgeschäften zusam 
mengeschrieben habe, hie und da Lücken haben soll 
te, so möge theils die Schwierigkeit des Gegen 
standes, theils die Beschränktheit meiner Zeit zur 
Ausarbeitung dieses Werkes, theils aber der allbe 
kannte Satz, daß Nichts Menschliches zur Vollkom 
menheit gelange, zu meiner Entschuldigung dienen. 
Der Verfasser.
	        
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