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des tapferen Herzogs Konrad Kurzpolt und der Luitgard, Tochter
Kaiser Otto's des Gr., zum deutschen Könige ernannt 2). Der
uralten Sitte gemäß durchzog er alsbald die Provinzen; zuerst ging
er nach Aachen, wo er, auf dem Marmorstuhle Karl's des Gr.3
thronend, eine öffentliche Versammlung der Fürsten leitete *).
Der kinderlose Rudolf von Burgund 3) hatte dem Kaiser Heinrich ¬
II., einem Schwestersohne, die Nachfolge in seinem Reiche zugesagt ¬
(1016, 1018). Durch dessen Tod hielt er dieses Uebereinkommen ¬
für erloschen. Konrad war jedoch anderer Meinung.
Er schreckte durch die Wegnahme von Basel Rudolf so sehr, daß
dieser dem deutschen Könige von Neuem die Erbfolge zusicherte 6).
2) Die Weihe fand in Mainz statt. Die Fürsten schwankten anfänglich
zwischen ihm und seinem Vetter Konrad dem Jüngeren, Dux der Franken
(vgl. darüber, daß dieser eine solche Stellung hatte, Dönniges a. a. O.
S. 343 f.). Wippo I. etc. Chron. Usperg. ad a. 1024. Der Vater des
zuletzt erwähnten Fürsten war Konrad, Herzog von Kärnthen (+ 1044).
Beide Candidaten hatten denselben Großvater, Otto von Kärnthen. Siehe
überhaupt die Stammtafel der Kaiser aus dem fränkischen Hause bei Stenzel,
Gesch. Deutschl. unter den fränkischen Kaisern Bd. II. S. 120. — Wippo
1. c. pg. 465. sagt vom König Konrad: „qui, licet genere et virtute atque
in propriis bonis nemine esset inferior, tamen de republica, ad comparationem ¬
talium virorum, parum beneficii et potestatis habuit.
3) Vgl. z. B. Greg. Tur. IV. 14. 16. VII. 10. J. Grimm R. A. S. 237 f.
*) Wippo VI. (l. c. pg. 468.): „Collecto regali comitatu .... primum
per regionem Ribuariorum usque ad locum, qui dicitur Aquisgrani palatium,
pervenit, ubi publicus thronus regalis ab antiquis regibus et a Carolo praecipue ¬
locatus, totius regni archisolium habetur. Quo sedens excellentissime
rempublicam ordinavit, ibique publice placito et generali concilio habito,
divina et humana jura utiliter distribuebat . . .“ Auf dieser Umreise bestätigte ¬
er den Sachsen ihr Volksrecht. Wippo l. c. pg. 469.: „Reversus
rex de Ribuariis ad Saxoniam venit, ibi legem crudelissimam Saxonum
secundum voluntatem eorum, constanti autoritate roboravit."
) Burgundia cisjurana und Burg. transjurana waren seit dem I. 933
vereinigt. Vgl. Mascov, de nexu regni Burgundici cum imperio Rom.
Germ. Dissert. jur. publ. (1720). Gengler a. a. O. S. 474.
6) Wippo c. 21 (l. c. pg. 474). Es erscheint dies Geschäft vom
juristischen Standpunkt aus als oblatio feudi, gehört nicht in die Kategorie ¬
der Erbverbrüderungen. Die Gemahlin Konrad's, Gisela, war
übrigens eine Schwestertochter Rudolph's. Vgl. Stenzel a. a. O. Bd. I.
S. 18 f. Den damaligen Zustand des burgundischen Reichs beschreibt Thietmar ¬
VII. c. 21.: „Nullus enim, ut audio, Rex est sic praesit in regno.