Nothwendigkeit des kirchlichen Aufgebots.
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clesia, quae de occultis non judicat, succurri non possit, nisi efficacius ¬
aliquod remedium adhibeatur; idcirco sacri Lateranensis Concilii,
sub Innocentio III. celebrati vestigiis inhaerendo praecipit sancta synodus, ¬
ut in posterum, antequam matrimonium contrahatur,
ter a proprio contrahentium parocho tribus continuis diebus festivis
in ecclesia inter Missarum solemnia publice denuncietur, inter
quos matrimonium sit contrahendum; quibus denunciationibus
factis, si nullum legitimum opponatur impedimentum, ad celebrationem ¬
matrimonii in facie ecclesiae procedatur.
3) Rit. Rom. 1614. Tit. VII. c. 1. Antequam matrimonium contrahatur, ¬
ter a proprio contrahentium parocho continuis diebus festis
in ecclesia intra Missarum solemnia ad ipsius concilii praescriptum
publice denuntietur, inter quos matrimonium sit contrahendum.
A) Bisch. Const.Ver. 18. Jan. 1809. §. 3. K.K.G. 256. Die
vorhabende Ehe soll dreimal an nachfolgenden Sonn- und gebotenen
Festtagen von der Kanzel verkündet werden, woferne nicht wegen
wichtiger Ursachen eine besondere Dispens. darüber ertheilt wird.
In der morgenländ. Kirche sind vorhergehende Verkündigungen nicht üblich. Walter ¬
K.R. §. 299. Sie hat an deren Stelle die vom Priester zu vollziehende kirchliche
Haupthandlung der Verlobung — o avos, Urkunde des Unterpfandes, ¬
wegen des mit Gebet und Segensprechung verbundenen Ringewechselns so genannt, ¬
— treten lassen. Scheffer die Verfassungsfr. der evang. Kirche. 1849. 1. 52.
II. In der evang. Kirche.
Die Bestimmungen des canonischen Rechts über die Nothwendigkeit
des Aufgebots sind auch in der evang. Kirche praktisch. Richter K.R.
§. 265.
1) Alle copulationes clandestinae sind ungültig, es sei denn, daß man Disp. erhalten ¬
und der actus coram testibus und einer guten Anzahl ehrlicher Leute verrichtet
wird.
Pfaff acad. Red. 368.
2) Dresd. evang. Kirch.Conf. 1854. Ev.Kbl. 1854. 762. Die Procl. ist mehr denn
in einer Beziehung nützlich und nothwendig anzuerkennen, und daher nicht abzuschaffen.
3) Reinhard christl. Mor. III. 408.
1) K.O. 1536. E.K.G. I. 53. s. ob. §. 12. „Zahl der Aufgebote."
S. 101.
2) K.O. 15. Mai 1559. Von Eheleuten, wie man die einleiten soll.
E.K.G. I. 215. Darum soll man fürohin ein jeglich bar Volk in
Stetten und Flecken rc. offentlichen und verkündigen.
3) G.S.R. 27. Juli 1652. IV. C.Norm.B. Ministri sollen keine
Ehe copuliren, sie sei denn dreimal und auf 3. nach einander erfolgenden