Volltext : Beiträge zur Reform des österreichischen Civilprocesses nebst anderen kleinen Schriften (200)

320
Artistisches  Eigenthum.
Sorge  um  den  Tag  entrückt,  um  so  voller  sich  der  Sorge  um  seinen
Nachruhm  hingebe,  um  so  treuer  sich  als  ein  Glied  in  der  großen
Kette  fühlen  werde,  welche  in  der  Geschichte  der  Kunst  die  Ersten  und
die  Letzten  mit  einander  verknüpft.  Gerade  der  bildende  Künstler,  dessen
unmittelbares  Erzeugniß  so  vielen  Gefahren  ausgesetzt  ist,  muß  lebhaft
wünschen,  daß  die  vervielfältigende  Nachbildung  seines  Werkes,  zumal
in  späteren  Zeiten,  nicht  auf  künstliche  Hindernisse  stoße.  Mehr  als
jeder  Andere  hat  er  Gelegenheit,  sich  davon  zu  überzeugen,  daß  im
Leben  des  Geistes  Reception  und  Production  nicht  durch  deutliche  Linien
von  einander  abzugrenzen  seien.  Er  sitzt  zu  den  Füßen  der  Antike  und
entflammt  seine  Phantasie  im  Anschauen  der  großen  Werke  der  Renaissance. ¬
  All'  dieses  große  Besitzthum  der  Vergangenheit  steht  ihm  zu
schrankenloser  Benützung  frei.  Muß  er  nicht  wünschen,  daß  dasjenige,
womit  er  selbst  diesen  Schatz  der  Menschheit  vermehren  zu  können
glücklich  ist,  auf  spätere  Geschlechter  als  ein  nicht  minder  freies  Gemeingut ¬
  Aller  übergehe?
—
Druck  von  G.  J.  Manz  in  Regensburg.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer