38 Nachricht von dem Arbeitshause in Berlin.
Gutes wird nicht aus ihm werden." Folgen des
mehr biegsamen als festen Sinnes des Menschen.
5. Johann Gottfried Großmann, Haus= | |
knecht. Er wurde den 4ten November 1801. mit
noch einigen Spandauern Zuchthausgefangenen
in die hiesige Besserungsanstalt recipirt; darauf
auf Requisition des Stadtgerichts vom 20ten
July 1802. dem Raschmacher Meister Rohde
verabfolgt, der ihn in Arbeit nahm. Von diesem -
gieng er in Verbindung mit einem liederlichen -
Weibsstücke, Namens Scherwinsky, die
er im Arbeitshause hatte kennen lernen, in eine
Privatspinnerey Nr. 7. in der Marggrafenstraße.
Gedachtes liederliches Weibsstück ist jetzo wegen
2 gestohlner Uhren in gerichtliche Inquisition,
und der Großmann ebenfalls deshalb eingezogen.
Auch hier in der Anstalt zeigte er sich beständig -
als einen sehr rohen und brutalen Menschen.
Die hiesige Anstalt war für ihn, wie für mehrere -
andere seines Gelichters zu gelinde, und
er ist überdem zu früh entlassen worden.
6. August Heinrich Märtens, Bedienter | |
Wegen verübten großen Hausdiebstahls war er
zur sechsmonatlichen Zuchthausstrafe und Landesverweisung -
kondemnirt. Den 4ten Nov.
1801. wurde er in die Besserungsanstalt abgeliefert, -
und den 21ten Januar 1802. zur Stadtvoigthey -
zurückgeführt. Von da über die Grenze -
transportirt ist er, dem Vorgeben nach, zu
dem Kaufmann Költz, seinem Onkel in Leipzig,
gegangen, von welchem er 6. Stuck Friedrichsd'ar -
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