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ben selbst Statt fand, ist nirgend gesagt, sicher aber wohl
ging der onerirte Erbe allen übrigen vor, wenn ein Legat ¬
caduc wurde — jedoch gingen Legatare, welche mit
dem weggefallenen Legatar conjuncti waren, den Erben
ausnahmsweise nach besonderer Bestimmung der lex Julia -
vor. Dieß Vorzugsrecht der conjuncti legatarii
ist aber wieder von dem alten Accrescenzrecht durchaus
verschieden. Das Accrescenzrecht beruhet auf reeller Conjunction ¬
— nur der re, oder re et verbis conjunctus
hat es — jener Vorzug bei den caducis dagegen berubet ¬
bloß auf der verborum conjunctio. Dieß zeigt
schon Gajus, wenn er sagt, daß auch beim Damnationslegat =
der conjunctus den Erben vorgehe: denn, da das
Damnationslegat von Anfang getheilt war, so war bei
demselben nie eine reelle Conjunction vorhanden, nie ein
Legatar zu einem Ganzen zugleich mit dem andern
berufen 14). Vorzüglich zeigt es die merkwürdige, vor
Gajus Auffindung stets auf das Accrescenzrecht bezogene
1. 80. D. de legatis 3. (Paulus ad leg. Juliam et
Papiam):
Re conjuncti videntur, non etiam verbis, cum
duobus separatim cadem res legatur. Item verbis ¬
non etiam re “Titio et Sejo fundo aequis
partibus do lego", quoniam semper partes habent ¬
legatorii. Pracfertur igitur ceteris (d. h.
den Erben, wie den nicht verbundenen Legataren)
qui et re et verbis conjunctus est. Quodsi re
tantum conjunctus sit, constat non esse potiorem ¬
(Er kommt erst nach den Erben, und stehet
allen Legataren gleich). Si vero verbis quidem
conjunctus sit, re autem non, quaestionis est, an
conjunctus potior sit; et magis est, ut et ipse
praeferatur.
—
14) Die vorhergehende Note und Gajus II. §. 208. Sed
plerisque placuit, quantum ad hoc jus, quod lege
Papia conjunctis constituitur, nihil interesse, utrum
per vindicationem an per damnationein legatum sit.