Responsum.
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schaftskasse, als Darlehn, von den Kindern und Universalerben ¬
des Testators eingezahlt.
Jetzt, 40 Jahre nach Krampenfelds Tod, leben von
seinen Descendenten unter andern:
1) Heinrich Sickinger, 19 Jahre alt, ein Enkel seiner ¬
jüngsten, an den Amtmann Papel verheirathet
gewesenen, Tochter Louise geb. Krampenfeld, deren ¬
Tochter Christine, geb. Papel, an den Pfarrer
Sickinger, — den Vater von Heinrich Sickinger, ¬
— verheirathet war —
2) Franz Krampen feld, 18 Jahre alt, legitimer Sohn des
Jacob Krampenfeld, ehelichen Sohnes von Paulus ¬
Krampenfeld, einem legitimen Sohn des Friedrich ¬
Rrampenfeld, Sohnes von Heinrich Rrampenfeld, -
ältestem Sohne des Testators.
Seit des Testators Tod haben 3 Krampenfelde das Stipendium ¬
bezogen.
Heinrich Sickinger ist befugt und im Begriff, die
Universität zu beziehen, und meldet sich beim Consistorio
als Candidat des obigen Stipendii, seine legitime Abkunft
von Stephan Krampenfeld durch kirchliche Zeugnisse
bescheinigend. Franz Krampenfeld, Gymnasiast, will
und darf erst ein Jahr später auf die Universität abgehen,
und legt Widerspruch gegen Sickingers Gesuch ein,
»weil dieser kein Krampenfeld, hein Agnat des Testators, ¬
und also, kraft des Testaments, zur Sache nicht legitimirt ¬
sey.« Sickinger behauptet dagegen: »er gehöre zu
den männlichen Descendenten des Testators und folglich
zu dessen Ceschlecht und Blut; — der Name Rrampenfeld ¬
sey im Testament nicht als wesentliche Bedingung vom
Genuise des Stipendii erwähnt; vielmehr wolle der Testator ¬
mit den Worten: »meines Geschlechts, Namens und Blutsk
alle seine Nachkommen bezeichnen, so dass diese Worte
dahin gedeutet werden müsaten: alle meine männliche Nachkommen, ¬
sie mögen den Namen Krampenfeld führen, oder
ohne diesen, mich zum Stammoater haben. — Ueberdies stehe
er, Sickinger, dem Testator um einen Grad näher, sey
auch ein Jahr älter, als Franz Krampenfeld, und eben