Inhaltsverzeichnis : Feuerlein, August Willibald: Versuch einer neuen Theorie der Vermuthungen

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hängt  es  ab,  ob,  und  was  sie  selbst  zu  wirken  vermögen.
Es  fragt  sich  nicht,  welche  von  den  indirekt  entgegenstehenden ¬
  Vermuthungen  die  stärkere  sey,  sondern  beide  sind
gleich  stark,  wenn  sie  ihr  Thema  wahrscheinlich  machen.  Ob
nun  die  Vermuthung  für  die  Einrede  die  Vermuthung  für
die  Thesis  besiege,  hängt  allein  davon  ab,  ob  die  gemachte
Einrede  selbst  eine  wahre  Einrede  ist,  d.  h.  eine  solche,
welche  auch,  die  Wahrheit  der  Thesis  vorausgesetzt,  doch
das  Eintreten  der  für  dieselben  bestimmten  gesetzlichen  Folgen =
  verhindert;  ob  die  für  die  Einrede  streitende  Vermuthung =
  an  und  für  sich  stärker  ist,  als  die  für  die
Thesis  angeführte,  darauf  kommt  gar  nichts  an.
Wir  haben  nun  die  Grundsätze  angegeben,  nach  denen =
  die  gesetzliche  und  nicht  gesetzliche  Vermuthungen  gebildet =
  werden  müssen;  und  somit  bestimmt,  was  vermuthet =
  werden  müsse;  ohne  dabei  der  Summe  von  Regeln
zu  bedürfen,  welche  andere  zu  geben  genöthiget  sind;  wir
haben  die  Gränzen  der  Vermuthungen  gegen  andere  verwandte =
  Geschäfte  gezogen,  wir  haben  die  Wirkungen  der
Vermuthungen,  der  qualificirten,  und  der  praesumtionum
hominis  bestimmt;  wir  haben  ausgeführet,  was  für
Grundsätze  bei  dem  Zusammentreffen  von  Vermuthungen
eintreten;  und  wir  können  nun  mit  Rechte  schliessen,
da  keine  der  in  der  Lehre  von  Vermuthungen  vorkommenden =
  Fragen  ohne  Beantwortung  von  uns  übergangen
wurde.
            
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