Volltext : Altmütter, Georg: Beschreibung der Werkzeug-Sammlung des k. k. polytechnischen Institutes

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der  auch  noch  Hobel,  deren  Seiten  bey  ganz  ebener  Bahn,
nach  einem  Kreisbogen  geformt  sind,  und  welche  zum  Abstoßen ¬
  der  obern  Ränder  eines  Fasses  u.  s.  w.  anwendbar  sind,
auch  im  Kreise,  und  nicht  nach  geraden  Linien  geführt  werden
müssen.
An  diese  Arten  schließen  sich  unmittelbar  jene  an
die  bloß  zur  Verzierung  des  Holzes,  zur  Bildung  von
Leistenwerk  u.  dgl.  dienen,  und  wovon  die  letzteren  unter ¬
  dem  Nahmen  des  Kehlzeuges  in  den  Tischlerwerkstätten ¬
  vorräthig  sind.  Es  dient  dasselbe  dazu,  um  auf  Längenholz ¬
  (Leisten)  verschiedenartige  Verzierungen,  wie  Hohlkehlen, ¬
  Rundstäbe,  Karnieße  u.  s.  w.  hervorzubringen.  Weder ¬
  die  Bahn  noch  das  Eisen  kann  bey  solchen  Hobeln  gerade
seyn.  Zu  den  Rundstäben  ist  die  Bahn  concav,  und  das  Eisen
an  der  Schneide  halbmondförmig;  zu  den  Hohlkehlen  besitzen
beyde  die  entgegengesetzte  Form.  Überhaupt  hat  die  Bahn  jederzeit ¬
  die  der  künftigen  Leiste  entsprechende  Gestalt,  aber  entgegengesetzt; ¬
  was  nähmlich  auf  dieser  vertieft  werden  soll,  ist
auf  jener  hoch,  und  umgekehrt.  Nach  der  Bahn  richtet  sich
auch  die,  oft  sehr  zusammengesetzte  Form  der  Eisen,  welche,
da  ihnen  die  Schärfe  an  der  Schneide  durch  Feilen  gegeben  werden ¬
  muß,  nur  federhart  seyn  können.  Um  sehr  zusammengesetztes ¬
  Leistenwerk  z.  B.  an  einem  Bilder=Rahmen  zu  erhalten,
wendet  man  auch  mehrere  solcher  Hobel  in  Verbindung  an.
Für  die  aus  vielen  Gliedern  bestehenden  Verzierungen  hat
man  zwar,  wenn  sie  nicht  zu  groß  sind,  nur  einen  Hobel,
allein  es  muß  die  Leiste  dann  früher  mit  gemeinen  Hobeln  der
künftigen  Form  so  nahe  als  möglich  gebracht  werden,  weil
der  eigentliche  Kehlhobel,  dessen  Eisen  nach  dem  Obigen  nie
sehr  hart  seyn  kann,  bloß  zur  Vollendung  dient,  und  die
Schneide  des  Eisens  so  viel  möglich  geschont  werden  muß.  Aus
derselben  Ursache  wird  auch  immer  geradfaseriges  Holz  zu  diesen ¬
  Arbeiten  ausgesucht.
ständigen  Cylinder.  Hieraus  läßt  sich  auch  leicht  die  Art  erkennen, ¬
  wie  der  convexe  Theil  eines  Bogens  behandelt  werden  müsse.
            
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