Volltext : Normal-Recht (2)

34  —
durch  entkräftet  werden,  dass  die  Normalkraft, ¬
  womit  der  Mensch  geschaffen  war,
schon  die  Spaltung  in  die  vielseitigste  Richtungen ¬
  in  sich  trug,  so  dass  sie  in  ihrer  Entwicklung ¬
  von  selbst  immer  heterogener  wurde ¬
  und  in  die  vielartige  Geschlechter  auseinandergieng. ¬
  Hier  konnte  mithin  noch  kein
natürlicher  Abscheu  seyn,  wweil  die  Pole  noch
nicht  entwickelt  waren,  die  Indifferenzen
aber  all  einander  homogen  sind.  Ist  aber
die  Polarität  einmal  in  ihren  mannigfaltigen
Strömungen  gesetzt,  dann  stossen  die  homogenen -
  sich  zurück,  und  die  heterogenen  ziehen ¬
  sich  an.  Und  diess  ist  der  nachfolgende
soziale  Zustand  der  Menschen.
§.
22.
Aus  diesen  Gründen  erhellt  die  Schlussfolgerung:
Soll  Lust,  Liebe  und  Treue  in  eine
wahre  Proportion  gesetzt  werden,  damit  die  Ehe
den  bestmöglichen  Standpunct  in  der  menschlichen ¬
  Gesellschaft  einnehme,  so  muss  das
Vormalrecht ¬
  sich  mit  der  Religion  dahin  einverständigen,
dass  sie  die  erste  Verwandtschftsgrade  für  die  Heirathen ¬
  verbietet,  und  dadurch  dem  vorz
ibeugen
sucht,  wozu  eine  verkehrte  und  unnatürliche  Erziehungsweise ¬
  in  verdorbenen  Zeitaltern  leicht
verbreiten  könnte.  Ob  aber  dieses  Verbot  auch
au  f  Geschwisterkinder  und  entferntere  Grade  aus-.

            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer