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insinuationes in his provinciis maxime inter nobiles
personas non observantur;« übereinstimmend berichtet
Finsterwalder’) im Anschlüsse an die gemeinrechtlichen ¬
Ausnahmen von dem Erfordernisse der Insinuation. ¬
»quae omnia in hoc Austriae Archiducatu
tanto facilius procedere possunt, ubi ejusmodi insinuationes ¬
praesertim inter personas illustres omnino non
observari ...« und mit aller nur wünschenswerthen
Bestimmtheit versichert Voss:*) »Donationes insinuatione ¬
opus non habent, etsi quingentos solidos excedant.« ¬
Und dass auch in den übrigen sogenannten alt
österreichischen Ländern dasselbe Rechtens war, erhellt ¬
insbesondere auch aus der interessanten von
Thinnfeld im Jahre 1753 verfassten, von Hofmann -
3) in einem Bruchstücke veröffentlichten Darstellung ¬
der innerösterreichischen Partikularrechte.
Anlangend insbesondere Böhmen,') so hat die
Vern. Landesordnung eingehende Bestimmungen ge1) ¬
Finsterwalder, Practicarum observationum ad consuetudines ¬
Austriae Superioris accomodatarum Il. I.—IV. (3 Bde., Salzburg ¬
1719--1732), Band 3, S. 129 u. ff.
2) Lotharii Friderici Vossii, Legum et consuetudinum Austriacarum ¬
earum potissimum, quae infra Anasum vigent, cum Romano
iure collatio. Editio nova emendata et aucta. Wien 1774. S. 466.
3) In der Zeitschrift für das Privat- und öffentliche Recht der
Gegenwart, VIII. S. 304. Vgl. z. B. die in Nr. 57 abgedruckte Stelle
aus dem 3. Th., 3. Abschn. »Crain haltet sich des röm. Rechts, ausser
dass die Insinuatio wegen excrescirender Geschanknus nicht erforderlich. ¬
«
4) Vgl. hierüber Jordan, Systematische Darstellung des bürgerlichen ¬
Rechts im Königreiche Böhmen (Prag 1795, 1797), I. S. 224
u. fl. und über Schenkungen auf den Todesfall auch Stöhr, Versuch ¬
zu einem Lehrbuch über die praktische Rechtswissenschaft
nach ihrem ganzen Umfang im Königreiche Böhmen (Prag 1797),