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werden, so seynd aber solche Zierlichkeiten, dem
Landsbrauch nach, so nothwendig nicht, dass allein
aus Mangel derselben, die Donationes, zumal diejenigen, ¬
so nicht allein mortis causâ, sondern auch inter
vivos, wie diese ist, aufgerichtet worden, krafftloß seyn
solle;« ferner aus einem Erkenntnisse vom 18. Feber
1588: »Die Insinuationes donationum, welche die
Rechten fürschreiben, seynd in diesem Land, zumalen
unter Adelichen Manns-Personen nicht gebräuchlich;
endlich aus einer Entscheidung vom 16. Juli 1611 unter
Berufung auf II, 7 der Oesterreichischen Landtafel:
sprochen,
»Wann ein Donation einem zugesagt, ve
oder verschrieben worden, dass einige Reu ferner nicht
statt habe, auch ungeacht die geschenkte Haab und
Güter nicht überantwortet oder tradirt die Donation
nichts desto weniger kräfftig und bündig, dieweilen
nicht die Uebergab, sondern die freywillige Zusag
ein Donation mache und verursache.« *) So bemerkt
Weingärtler:2) »Solo consensu perficitur donatio
hodie, scilicet tam donatarii, quam donatoris etiamsi
non interveniat scriptura ...... Si summa donata excedit ¬
quingentos solidos, requiritur insinuatio.... hae
) Vgl. aber auch S. 142: »Hingegen quod donatio excedens
500 fl. debeat insinuari alias sit invalida, ist pro motivo angezogen
worden in quantum causa, so in dem 30. Motivenbuch p. 163 zu
finden«; und auch Reutter, Joannes Heinricus, Viginti quinque
tabulae iuridicae quibus accesserunt variae differentiae iuris communis ¬
et Austriaci (Regensburg 1674) bemerkt am einschlägigen Orte
(S. 9.) nichts von einer Abweichung des österreichischen vom gemeinen ¬
Rechte.
2) Weingärtler, Joannes, Con- et discordantia iuris consuetudinarii ¬
Austriaci super Anasum cum iure communi in quatuor Institutionum ¬
libris remonstrata (Nürnberg 1674), S. 95.