Volltext : Ueber die Rechtsverhältnisse zwischen Grundstücks-Nachbarn ([1])

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ferner  der  Usufruktuar,  l.  5.  §.  2.  l.  13.  §.  8.  l.  20.  D.  h.  t.
nicht  minder  der  Pfandgläubiger  l.  11.  h.  t.  und  endlich
der  bonae  fidei  possessor.
Damit  stimmen  auch  die  über  die  Noxalklagen  aufgestellten
Grundsätze,  deren  intime  Verwandtschaft  mit  unserer  Kaution  wir
weiter  unten  nachweisen  werden,  vollkommen  überein,  l.  2.  pr.
D.  9,  1.
Es  ist  endlich  aber  auch  Jeder  die  Kaution  zu  fordern  befugt, ¬
  welcher  vermöge  eines  obligatorischen  Anspruchs  die  bedrohte
Sache  inne  hat,  sobald  er  für  die  custodia  derselben  einzustehen
oder  die  Gefahr  derselben  zu  tragen  hat  (cujus  periculo  est);!)
l.  38.  pr.  h.  t.:  „Quum  emtor  aedium  ante  traditam  sibi
possessionem  ideo  inutiliter  stipulatur,  quia  venditor  omnem -
  diligentiam  ei  praestare  debet,  tune  certe  utiliter
stipulatur,  quum  omnis  culpa  a  venditore  aberit,  veluti  si
precario  emtori  in  his  aedibus  esse  permisit,  custodiamque
ei  abfuturus  tradidit.“  l.  2.  pr.  D.  9,  1  (—  „quia  eo,  quod
tenentur,  damnum  videntur  pati“).  Ferner  l.  21.  D.  h.  t.:
„Si  filius  familiae  inquilinus  sit,  videamus,  an  damni  infecti ¬
  nomine  in  possessionem  aedium  vicinarum  mittendus
sit?  —  Et  placet,  utrumque  (sc.  patrem  et  filium)  eorum
in  possessionem  mitti,  nisi  sic  filius  conduxerit,  ut  ejus
periculo  aedes  essent;  tunc  enim,  quia  solus  tenetur  ex
locato,  recte  dicetur,  ipsum  mittendum  in  possessionem,
nisi  ei  caveatur.“
Von  diesem  Miethsmanne  sind  zu  unterscheiden  die  inquilini, ¬
  welche  in  1.  13.  §.  5.  D.  h.  t.  erwähnt  werden,  die  nicht
wegen  des  Hauses,  welches  sie  bewohnen,  sondern  nur  hinsichtlich
der  Sachen,  die  sie  inferirt  haben,  die  Kaution  vom  Nachbar
...
fordern  können.
—
*)  Bergl.  1.  14.  §.  16.  l.  82.  §.  2.  mit  l.  14.  §.  10—12.  D.  47,2.
und  Mommsen,  Beiträge  z.  Obligationenrecht,  B.  l.  S.  238.  —  Bangerow ¬
  a.  a.  O.  S.  530.  Sintenis  a.  a.  O.  S.  798.  Reinhard,  a.  a.  O.
S.  239.  Unterholzuer,  Schuldverhältnisse,  Thl.  H.  S.  716.  —  Nach  l.
39.  §.  3.  D.  h.  t.  kann  sie  auch  alleno  nomine  (von  dem  procurator)
gefordert  werden,  sobald  er  cautionem  rast  leistet.  Dies  hat  jedoch  auf
das  Prinzip  der  Berechtigung  keinen  Einfluß.  —  Falsch  interpretirt  das
cujus  periculo  res  cst  Westphal  a.  a.  O.  Il.  12.  §.  212.
            
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