Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

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Beantwortung  einiger  Fragen  rc.
der  andre,  daß  der  Rest  des  Saamens,  nachdem  er
durch  eine  sehr  merkliche  Ausdünstung  anderthalb  Gran
verlohren  hat,  dennoch  seine  befruchtende  Eigenschaft ¬
  behält.
§.  164.
Diese  beiden  Schlisse  sind  durch  folgende  Versuche
sehr  gut  bestätigt  worden.  Bei  dem  ersten  Versuche
habe  ich  angezeigt,  daß  der  Raum  zwischen  der  Saamenfeuchtigkeit ¬
  und  den  Larven  nicht  mehr  als  eine
Linie  betrug,  §.  162.  und  eben  denselbigen  Raum
hatte  ich  auch  bei  den  vorhergehenden  Versuchen  gelassen. ¬
  Nunmehro  wolte  ich  diesen  Zwischenraum  vermindern, ¬
  und  ihn  nur  auf  eine  Drittellinie  bringen,
damit  der  Dunst  die  Larven  unmittelbar  berühren  solte, ¬
  ich  glaubte,  er  müste  auf  diese  Weise  kräftiger  in
seiner  Wirkung  sein.  Allein,  seine  Kraft  war
darum  nichts  desto  weniger  eben  so  unwirksam
wie  zuvor.
Durch  den  Saamendunst  versteht  man  denjenigen
Theil,  der  von  der  Saamenfeuchtigkeit  in  die  Höhe
steigt.  §.  162.  Einige  Naturforscher  haben  davorgehalten, ¬
  daß  dieser  befruchtende  Dunst  nur  aus  den
subtilen  Theilen,  die  man  durch  den  Geruch  empfindet,
bestehe;  andre,  daß  er  von  den  feinsten  Theilen  des
Saamens  selbst  herkäme,  und  noch  andre,  daß  er  als
der  geistige  flüchtige  Theil  dieser  Feuchtigkeit  anzusehen
wäre:  allein  in  diesem  dreifachen  Verstande  ist  der  Saamendunst ¬
  zur  Befruchtung  nicht  weniger  unvermögend:
denn  man  muß  sich  ja  nicht  etwan  vorstellen,  daß,  wenn
der
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