Volltext : Ertl, Moriz: ¬Das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen in Deutschland

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versichert.  Die  Gesellschaft  stellt  die  Säcke  her,  sorgt  für  den  Verkauf  und
garantiert  für  den  Erlös  auf  Grund  des  Lagerhausscheines.  Die  Gesellschaft
übernimmt  auch  alle  Arbeiten  für  Reinigung,  Wiegen  und  Verladen,  Transportkosten ¬
  und  Portoauslagen.
§  9.
Der  Magazineur  arbeitet  nach  den  mit  der  Lagerhausverwaltung  vereinbarten ¬
  Lohngebüren.  Trinkgelder  an  denselben  zu  verabreichen  ist  unstatthaft
und  wird  gegebenenfalls  verfolgt.
§  10.
Die  Taxation  des  Getreides  geschieht  zunächst  durch  den  Magazineur,  in
streitigen  Fällen  und  in  der  letzten  Instanz  durch  die  von  der  Lagerhausverwaltung ¬
  aufgestellten  Taxatoren.
An  Büchern  werden  bei  der  Genossenschaft  Trostberg  folgende  geführt:
Reinigung  von  Saatgetreide,  das  RohDas ¬
  Tagebuch,  das  Tagebuch  für
materialienbuch  für  den  Magazineur,  das  Vormerkbuch  des  Lagerhausaufsehers
für  Verkaufsware.  (Vgl.  Beilagen.
7.  Andere  Lagerhäuser.
Des  weiteren  sind  noch  folgende  Lagerhäuser  errichtet  worden!):
Lagerhaus  Prittriching,  des  dortigen  landwirtschaftlichen  Darlehenscassenvereines, ¬
  gebaut  1896  mit  10.500  Mark  Aufwand,  einem  Zuschusse  von
1000  Mark  und  einem  refundierlichen  Vorschusse  von  4000  Mark  hauptsächlich
zum  Zwecke  des  gemeinsamen  Verkaufes  von  Gerste  an  Münchener  Großbrauer. ¬

Lagerhaus  Hohenstadt  der  Darlehenscassenvereine  Berg,  Fürstenzell
und  Hohenstadt,  Bezirksamts  Passau,  errichtet  1896/97  auf  Privatgrund  mit
Geleiseverbindung  bei  einem  Aufwande  von  10.000  Mark,  einem  staatlichen
Zuschusse  von  2000  Mark  und  einem  solchen  refundierlichen  Vorschusse  von
8000  Mark.
Lagerhaus  Kallmünz,  verbunden  mit  der  dortigen  Darlehenscasse.
Für  die  mit  5000  Mark  Aufwand  projectierte  Ausdehnung  und  Einrichtung
des  Lagerhauses  ist  ein  Zuschuss  von  1000  Mark  und  ein  Vorschufs  von
4000  Mark  aus  Staatsmitteln  bewilligt.
Lagerhaus  Schönsee  des  dortigen  Darlehenscassenvereines;  zu  den
Einrichtungskosten  wurde  ein  staatlicher  Zuschufs  von  1500  Mark  gewährt.
Das  allerdings  kleine  Lagerhaus  entwickelt  sich  ganz  günstig
Lagerhaus  Oberröslau,  des  Sechsämter  (Fichtelgebirgs=)  Producentenvereins, ¬
  errichtet  1896  mit  einem  Aufwande  von  6500  Mark,  einem  staatlichen
Zuschusse  von  1000  Mark  und  einem  solchen  refundierlichen  Vorschusse  von
5000  Mark.  Dasselbe  wurde  im  Jahre  1896  von  circa  100  Landwirten  mit
6000  Centnern  Getreide  benützt.  Die  Ware  —  Hafer  —  wird  fast  ausschließlich
an  landwirtschaftliche  Bezirksvereine  für  Saatzwecke  zu  guten  Peisen  verkauft.
Lagerhaus  Eussenheim,  der  Darlehenscassenvereine  Aschfeld,  Eussenheim,
Heßlar,  Hundsbach,  Münster  und  Stetten;  errichtet  1896/97  auf  Bahneigen„Die ¬
  Maßnahmen  auf  dem  Gebiete  der  landw.  Verwaltung  in  Baiern  1890—1897.
Denkschrift,  ausgearbeitet  im  kgl.  Staatsmin.  d.  Innern.  München  1897.
            
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