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gen vorkommend 3) finden sich seit dem 13ten Jahrhundert =
4) solche Briefe schon häufiger, wozu die Gutsherren =
bald auch einen Revers- oder Widerbrief von
den Bauern sich ausstellen ließen. 5) Je mehr Streitigkeiten ¬
entstanden, desto mehr drang selbst die Landesgesetzgebung =
auf die Ausstellung von Meierbriefen, 6
zu deren Errichtung die mit freiwilliger Gerichtsbarkeit
versehenen, oder siegelmäßigen Grundherren befugt waren, =
und wodurch sie zum Nachtheil der Bauern härtere ¬
Bedingungen einzuführen Gelegenheit erhielten.
Bei jeder Gutsveränderung in der Person des Bauern
tritt Erneuerungspflicht ein. 7)
Landesgesetze setzen
Nachtheile auf die Unterlassung.
1) Freiesleben de libris censualibus et judicial. Lips. 1680. Hanff
de rationariis praefecturarum ; Frankf. 1691, Bauer de tabulis
censualib. Hal, 1699. Engau tract, in quo de libror. quos Gränzlagerregister, ¬
Erbbücher dicere solemus forma. Jen., 1756. Bodmann
Entw. eines Amts-Jurisdictionalbuchs. Nürnberg, 1796. Canz de
probabil. juridica; §. 166. 77. Struben rechtl. Bedenken; 1 Thl.
nr. 73. II. nr. 86. Bülow und Hagemann pract. Erört. l. S. 99.
VThl. 193. Rößler pract. Darstellung der Gesetze im Unterthansfach, =
1 Thl. S. 70. Pratobevera Materialien zur Gesetzkunde und
Rechtspflege in Oesterreich, IV Thl. S. 48= 52.
Runde Abhandl. von der Interimswirthschaft; S. 55.
Leg. Alam. II. §. 1. 2.
Ein Brief von 1191. bei Guden Cod. diplom. nr. CXII. s. Beispiele ¬
aus XIII. Jahrh. bei Lennep von der Leihe zu Landsiedelrecht;
Cod. prob. p. 256. 269. 270. u. a. s. Gesenius Meierrecht; II Thl.
S. 197=202.
Beispiel von 1331. in Pratje Bremisch= und Verdenische Sammt.
IV. S. 62. und Gesenius Meierrecht; II Thl. in den Beilagen II
Bds. nr. V.
6) Baier. Landrecht, IV Thl. Cap. 7. §. 3. Calenberg. Meierordn.
Cap. II. Lennep von der Leihe zu Landsiedelrecht. S. 227. 239= 41.
Weishaar Würtenb. Privatr. II Thl. S. 18. Preuss. Landr. 1 Thl.
Tit. 18. §. 733. Gesenius Meierrecht, II Thl. S. 202 rc.
Baier. Landr. 1. c.
8) s. noch Ramdohr jurist. Erfahrungen; III Thl. S. 50.
§. 432. Freie Bauerngüter.
Unbezweifelt kommen überall völlig freie Besitzer
ihrer Höfe in Deutschland vor, 1) wohin auch insbesondere =
die Besitzer der Sattelhöfe (§. 422.), die
schriftsäßigen Bauern, 2) die Freibauern 3) mancher
Gegenden, häufig die Besitzer der niederländischen Colonisiengüter =
(§. 87.) gehören. Auch die Besitzer der
reinen (schlechten) Zinsgüter, sind freie Bauern. 4)
Nur darf man von der Bezeichnung: frei sich nicht