Volltext : Eichhorn, Carl Friedrich: Einleitung in das deutsche Privatrecht mit Einschluß des Lehenrechts

8)
k)

Quellen  des  mittleren  deutschen  Rechts.  17
können,  als  durch  die  in  den  Lehensgerichten
(Lehenshöfen)  anerkannten  Gewohnheiten  f.
welche  besonders  in  Deutschland  durch  den  Grundsatz,
daß  man  die  Urtheile  an  den  höheren  Landesherrn
ziehen  könne  g),  eine  allenthalben  gleiche  Grundlage
erhielten.  Daher  bezeichnete  jus  feudi,  Lehenrecht,  einen
von  partikularen  Bestimmungen  unabhängigen  Rechtsbegriff -
  h),  während  man  den  Character  der  Lehen  nach
Hofrecht  nicht  wohl  allgemein  bestimmen  konnte,  obwohl
sie  um  die  nehmliche  Zeit  auch  erblich  geworden  sind  1).
f)  II.  F.  1.  pr.  Causarum,  quarum  cognitio  frequenter  nobis
committitur,  aliae  dirimuntur  jure  Romano;  aliae  vero
legibus  Longobardorum  ;  aliae  autem  secundum  regni
consuetudinem  ;  quae  quamquam  sint  variae,  et  quamquam ¬
  secundum  diversorum  locorun  aut  curiarum  mores
sint  diversae,  nec  breviter  possint  dici,  nec  hoc  libello
facile  comprehendi:  usum  tamen  feudi  qui  in  nostris
partibus  obtinet,  prout  possibile  est,  exponere  tibi  necessarium ¬
  duxi.
Vetus  auctor  de  beneficiis.  Cap.  2.  §.  61.  Sächsisch.
Lehenr.  Art.  73.  (Senckenb.  C.  j.  f.  p.  503.).  Schwäb.
Lehenr.  Art.  133.  (Senckenb.  p.  175.).  Beispiele  von
Rechtsweisungen  des  königl.  Reichslehenhofes  über  das  gemeine
Lehenrecht  s.  bei  Senckenberg  C.  j.  f.  pag.  748.  750.
Boehmer  Observat.  jur.  feud.  Obs.  6.  §.  2.  g.  E.
Sächs.  Lehenr.  Art  75.  Allez  das  hievor  gered  ist,  daz  ist
von  gemeineme  Lenrecht  geredet.
Vet.  auct.  Cap.  1.  §.  130.  Quicquid  homo  non  suscipit
per  hominium,  non  judicetur  esse  beneficium,  sicut  cuin
bona  concedit  dominus  suis  ministerialibus  non  per  hominium, ¬
  sed  secundum  jus  Curiae.  Hacc  concessio  caret
beneficiali  jure  —  §.  131.  Ordinem  juris  istius  scilicet
curialis,  propter  diversitatem  ejus  non  describam,  sub
            
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