Metadaten : Funke, Carl Philipp: Naturgeschichte und Technologie zur Selbstbelehrung für Nichtstudierende

Das  Gewächsreich.
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Als  Abänderungen  davon  sind  zu  bemerken:  die  gemeine ¬
  weiße  Schminkbohne,  die  Schwerdtbohne,  die
bunte  türkische  Bohne,  die  Zuckerbohne,  die  Erbs=  oder
Eierbohne  und  die  englische  Frühbohne.  Die  Krup=  oder
Kriechbohnen  müssen  etwas  weiter  auseinander  gelegt
werden,  als  jene,  weil  sie  sonst  leicht  verderben.  Man
ißt  nicht  nur  die  Schoten  oder  Schalen  frisch,  und  die
Bohnen  selbst  getrocknet,  sondern  man  macht  sie  auch  mit
Essig  und  Gewürz,  oder  mit  Salz  zum  Gebrauch  auf
den  Winter  ein,  nachdem  man  sie  vorher  abgekocht  hat.
Die  Saubohnen  gehören  zu  dem  Geschlechte  der
Wicken.  Die  kleinen  Feldbohnen,  eine  Art  derselben,
dient  nur  zum  Futter  für  das  Vieh;  die  großen  Gartenbohnen ¬
  hingegen  werden,  so  lange  sie  jung  sind,  als
Gemüse  verspeiset.
Die  Erbsen  werden  theils  auf  dem  Felde,  theils
in  Gärten  gesäet.  Jene,  die  Felderbsen,  genießt  man
meistens  trocken;  die  Gartenerbsen  aber  grün.  Von  diesen ¬
  giebt  es  auch  sehr  viele  Arten,  z.  B.  Büschelerbsen,
Klunker-  oder  Fontanellerbsen,  grüne  Erbsen,  welche
auch  nach  dem  Trocknen  grün  bleiben,  Zuckererbsen  u.  a.
Die  Erbsen  können  ebenfalls  eingemacht  und  für  den
Winter  aufbewahrt  werden.
Die  Kichererbse,  die  Gattung  eines  eigenen  Geschlechts, ¬
  wächst  im  Orient  und  in  Südeuropa  wild,  und
bringt  in  kleinen  Schoten  eckige  Samen,  die  einen  etwas ¬
  bittern  Geschmack  haben,  und  daher  mehr  für  das
Vieh,  als  für  Menschen  angepflanzt  werden.
Die  Linse  wird  selten  in  Gärten  gebauet,  ob  man
gleich  eine  besondere  Arz  Gartenlinse  hat,  die  viel  größer
ist,  als  die  gemeinen  Feldlinsen.  Ueberhaupt  werden  unter
den  Hülsenfrüchten  die  Linsen  am  wenigsten  geachtet,  weil
sie  schwer  verdaulich  sind.  Wenn  man  sie  aber  enthülset,
welches
Naturgeschichte.
            
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