Beweg. der Planeten um die Soune. 297
Sorgfalt angestellet habe, daraus wird erweislich, daß
sich die Weite der Sonne im Winter, zur Weite derselben ¬
im Sommer, wie 31 31" zu 32' 36" verhält;
denn die scheinbaren Größen eines entfernten Gegenstandes, =
sind in verkehrter Verhältniß seiner Weiten:
die stündliche Bewegung der Sonne ist im Winter 2
33"; es sind aber 32. 36"; 31 31/:: 2 33": 2 28"
demnach sollte die stündliche Bewegung der Sonne im
Sommer 2' 28" seyn, wenn diese stündliche Bewegung,
an sich selbst, beständig und einförmig wäre, und die
Verschiedenheit bloß von der Entfernung der Sonne
herkäme; unterdessen findet sich doch diese stündliche
Bewegung, durch die Beobachtung nur 2 23"; sie ist
kleiner, als sie nach dieser Voraussetzung seyn sollte:
dahero ist, außer den 5" Unterschied, der wegen der
verschiedenen Weiten der Sonne, zwischen der stündlichen =
Bewegung im Sommer und im Winter seyn soll,
noch ein wirklicher Unterschied von 5", der nicht von
den Weiten herkommt, sondern vielmehr eine wirkliche
Verweilung in der scheinbaren Bewegung der Sonne
ist, folglich ist die wirkliche Bewegung der Erde, in
der That langsamer in der Sonnenferne, als in der
Sonnennähe. Man siehet so gar, daß sie in verkehrter ¬
Verhältniß der Weiten ist, weil man 2' 23, anstatt ¬
2 28" findet, die doch seyn müßten, wenn die
Bewegung gleichförmig angenommen wird, oder 5"
für den Ueberschuß der stündlichen Bewegung im Winter, =
über die Bewegung im Sommer, ohne die 5“ die
statt finden müssen, wegen der geringern Weite der
Sonne im Winter; es sind aber 2 23“ zu 2 28“
wie 31 31“ zu 32 36“, das ist, wie der Durchmesser
im Sommer, zum Durchmesser im Winter, oder wie
die Weite im Winter, zur Weite im Sommer; derowegen ¬
ist die Bewegung der Sonne im Sommer, zu
der
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