vom ersten Bescheide auf die Klage. 91
Tag noch mitgerechnet, wenn zwey Monat gesetzt =
wären
„ Nur wenn der Beklagte entfernt =
wohnt, wird die Frist länger hinausgesetzet =
a). Die erste Frist wird immer vom
Tage, der auf die Behändigung folget angerechnet, =
und zwar deswegen, weil der erste Tag
der Frist von Mitternacht zu Mitternacht läufet, =
auch weil man nicht weiß, ob die Jnsinuation =
Morgens, Mittags oder Abends geschehen =
ist b). Jn diese Frist werden die Feyertage =
und Ferien, es seyen Ernte=Weinlese=Meß=Ferien, =
mit gezogen c). Nützlich
wird in diesem Bescheide eine so räumliche Tagefart =
zum Versuch der Güte angesetzet, welche =
die gewöhnliche volle Frist und noch acht
Tage darüber in sich fasset, und dem Beklagten =
anbefohlen, z. B. acht Tage vor dem Termine =
die exceptivische Nothdurft einzureichen d),
damit
—
«) L. vlt. §. 1. 2. C. de jure deliber. (VI. 30.)
L. 28. 38. pr. D. de aedil. ed (XXI. 1.) Nov.
116. c. 2. L. 101. de R. I.
a) Concept l. 40. 5. und l. 41. 21. L. 1. 7. C. de
dilat. (III. 11.). Hier werden 3. 6. 9. Monate
verwilliget, nach dem Unterschiede, ob der Gegentheil ¬
an demselbigen Orte, oder in den Provinzen, ¬
oder über die See wohnet. Nov. 69.
C. 2.
b) arg. L. 1. D. si quis caut. (II. 11.) L. 8. D.
de feriis (II. 12.) c. 24. X. de off. et pot.
iud. del. (I. 29.) arg. Nov. 53. c. 3.
c) L. 3. C. de dilat. (III. 11.)
d) Dies ist in hiesigen Landen im Justizreglement
von 1718. §. 1. vorgeschrieben. Willich B. III.
Vergleich §. 2. A. 1. b) 1.