Num. 3.
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Von Gottes Gnaden Friederich, König in
Preussen, Marckgraf zu Brandenburg, des
heiligen Römischen Reichs Ertz=Caͤmmerer
und Chur=Fürst.
Unsern gnaͤdigen Gruß zuvor,
Ehrenveste und Wohlweise, Liebe Besondere.
Wir muͤssen nicht ohne geringe Empfindung
vernehmen, wie daß die Evangelisch-Reformirte -
Glaubens=Genossen in eurer Statt, derer vor
Sie ergangenen Kays. gerechtesten Befehlen und
an Euch von verschiedenen Reichs=Staͤnden ergangenen -
Adhortatorien ohnerachtet, noch nicht
zu dem Genuß Jhres auf Recht und Billigkeit
gegrüͤndeten Gesuchs, eine Kirche Ihrer Religion
binnen dasiger Statt zu erbauen und eines freyen
oͤffentlichen Religions-Exercitii, zu gelangen vermoͤgend -
seyen, sondern noch immer diserhalb mit
allerley Aufzugen und unverantwortlichen Umtrieben -
behindert werden. Ihr koͤnnet leicht ermessen, -
daß dise Unsern Glaubens=Genossen zustossende -
Bedruͤckung Uns nicht gleichguͤltig, sondern -
auf die Daure unleidentlich seye, so daß
Wir Uns nicht laͤnger werden entziehen koͤnnen,
denenselben in Jhrem billigen Verlangen nachdrucklich -
zu assistiren, zumahlen sie die Kayserl.
Obrist=Richterl. Verfuͤgungen und vilfache an
Euch erlassene Reichs=Vaͤtterliche Ermahnungs=Schreiben -
vor sich haben, veren ohnverlaͤngten -
Nachdruck Wir dermahlen zu befoͤrdern
Uns nicht weiter entlegen koͤnnen. Indessen aber
B 3
und
Vor0
Staatsbibliothek
Max-Planck-Institut für
zu Berlin