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Der Sternkunst II. Buch.
F wo der Beobachter seinen Stand hat, und um welchen =
die Bewegung geschiehet, betrachtet.
311. Was wir durch einen eccentrischen Kreis erkläret ¬
haben, kann ebenfalls durch einen homocentrischen
Kreis erkläret werden, das ist, dessen Mittelpunkt, mit
dem Mittelpunkt der Erde selbst, übereinkömmt, welcher ¬
einen Epicykel trägt. Es sey F (fig. 24) der Mittelpunkt =
des Kreises ABL, den die Sonne, der Annehmung ¬
gemäß, um die Erde, die im Mittelpunkte
steht, beschreibt; GHK ein kleiner Kreis, der Epicykel ¬
genennt wird, dessen Mittelpunkt B. den Umfang
ABL von Abend gegen Morgen gleichmäßig durchläuft
indem die Sonne selbst den Epicykel nach entgegengesetzter =
Richtung von G nach H oder von Morgen nach
Abend durchläuft. Man nimmt hier an, daß der Punkt
G des Epicykels, den man das Apogeum nennt, weil
er am weitesten von der Erde absteht, sich bey Anfange =
der Bewegung, auf den Halbmesser FA befunden
habe; man nimmt den Bogen GH von eben der Anzahl =
Graden an, als den Bogen AB, und der Punkt H
ist der Ort, wo man annimmt daß die Sonne stehe,
indem der Punkt B der Mittelpunkt des Epicykels ist.
Wenn wir nun ferner FE parallel und gleich mit BH
nehmen, und aus dem Punkte E als Mittelpunkte, einen ¬
andern Kreis NHPC, dessen Halbmesser EH,
gleich ist FB oder FA, beschreiben; so wird dieser Kreis
NHC ganz richtig eben das thun, was der eccentrische,
nach voriger Meynung (309) wie Ptolomaus annahm,
von der Sonne beschriebene, that; der Winkel NEH
ist in beyden Fällen eben derselbe, es ist die wahre und
gleichförmige Bewegung der Sonne, die dem Bogen
NH gleich ist, indem die aus dem Punkt P gesehene
Bewegung, viel kleiner ist. weil der Abstand der Sonne
in