De acquirenda vel omittenda hereditate. 171
sen legitime Geburt und aus diesem Grunde auch das
Recht, den Vater zu beerben, streitig gemacht wurde,
den wirklichen Besitz des väterlichen Vermögens und den
Unterhalt aus demselben bis zur erlangten Pubertät und
demnächst erfolgten rechtlichen Entscheidung
)3 nur soferne -
der eigne Vortheil des Pupillen es erheischte, wurde
mit der gerichtlichen Verhandlung der Sache nicht erst
bis zum Eintritt der Pubertät gewartet 22)
Es konnte
aber die Carbon. B. P. mit einer ordinaria — der
contra tabulas, unde liberi, unter Umständen auch mit
der secundum tab. B. P. verbunden werden 23). Ja es
war dies sogar nothwendig, um die B. P. einer später
Berufenen auszuschließen 2*).
Denn, wurde für den Un21) ¬
Vgl. L. 1. pr. §. 3. L. 6. §. 5.6. D. de Carbon. ed.
Auch wenn die mütterliche Erbschaft dem impubes aus
dem Grunde abgestritten wurde, daß die Erblasserin nicht
seine Mutter sey, mußte die Verhandlung darüber bis
zur Pubertät verschoben werden, nur kam dabei die
Form für die Ertheilung der Carbon. B. P. nicht vor;
L. 6. pr. D. eod.
22)
L. 3. §. 5. D. de Carb. ed.
23) L. 3. pr. D. de Carb. ed. „Carbonianum edictum
aptatum est ad contra tab. bonorum possessionem.
et intestati, quum et in sec. tabulas in quibusdam
casibus possit videri necessarium, veluti si paterfamilias ¬
ita instituerit: postumus heres esto —.
et negatur esse verum, quod in testamento scriptum ¬
est“. Vgl. L. 1. §. 8. verb. nisi forte postumus -
eod.
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Nicht von einer absoluten Nothwendigkeit ist es zu verstehen, ¬
wenn Ulpian (L.3. §. 15. eod.) sagt: „Sed
oportebit hunc, qui se filium dicit, non solum Carbonianam ¬
b. p. accipere, verum etiam ordinariam