Volltext : Ausführliche Erläuterung der Pandecten nach Hellfeld (Theil 39)

De  his,  quae  in  test.  delent.,  inducunt.  etc.  87
domine  imperator,  audias  me  patienter:  de  legaEben ¬
  so  WESTENBERG  diss.  cit.  §.  XV.  Und  die  Richtigkeit ¬
  dieser  Auslegung  darf  auch  wohl  nicht  bezweifelt
werden.  Nur  den  Ausspruch,  daß  die  inductio  nominum
eine  Ausschließung  der  Erben  begründe,  giebt  uns  der  Jurist ¬
  als  die  „sententia  imperatoris",  und  man  sieht
auch  deutlich  aus  den  folgenden  Verhandlungen,  daß  der
Kaiser  es  zu  vermeiden  suchte,  sich  unmittelbar  und  geradezu ¬
  über  die  weiteren  Folgen  zu  erklären.  Auch  meint
Papinian  ohne  Zweifel  diesen  nämlichen  Fall,  wenn  er
in  dem  sechszehnten  Buche  seiner  Quästionen  (welche  als
L.  12.  de  his  quae  ut  indignis  aufer.  XXXIV.
9.  in  die  Compilation  aufgenommen  ist)  referirt:  der  K.
Marc  Aurel  sei  der  Meinung  gewesen,  die  inductio  nominum ¬
  begründe  Indignität,  weshalb  er  die  Sache  den
praefecti  aerarii  zugewiesen  habe.  Die  Stelle  lautet
so:  „Cum  quidam  scripsisset  heredes,  quos  instituere ¬
  non  potuerat:  quamvis  institutio  non  valeret, -
  neque  superius  testamentum  ruptum  esset,
heredibus  tamen  ut  indignis,  qui  non  habuerunt
supremam  voluntatem,  abstulit  jam  pridem  senatus -
  hereditatem.  Quod  D.  Marcus  in  ejus
persona  judicavit,  cujus  nomen  peracto  testamento ¬
  testator  induxerat  ;  causum  enim  ad  Praefectos -
  aerarii  misit.  Verum  ab  eo  legata  relicta -
  salva  manserunt.  De  praeceptionibus  eidem
datis  voluntatis  erit  quaestio,  et  legatum  ei  non
denegabitur,  nisi  hoc  evidenter  testatorem  voluisse
appareat.“
Die  Worte:  „causam  ad  praefectos
aerarii  misit“  bedeuten  hier  nicht  etwa:  er  überwieß  die
Erbschaft  den  Vorstehern  des  Schatzes,  sondern:  der  advocatus ¬
  fisci  solle  die  fiskalischen  Ansprüche  hier  weiter  verfolgen. ¬
  S.  hierüber,  und  über  den  Zusammenhang  dieser
Stelle  mit  der  unsrigen  besonders  J.  CUJACIUS  in  Lib.
XVI.  Qu.  Papiniani  ad  h.  1.  (opp.  ed.  Neapol.
T.  IV.  p.  417.).
            
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