254 28. Buch. 1. Tit. §. 1412. a.
nach dem Tode des Testirers vorgebrachten mit Sicherheit ¬
kaum anders auszumitteln war, als durch eine bleibende ¬
von den Zeugen geschehene Bezeichnung des ihnen
vorgelegten Testaments?). Sueton 98) erzählt uns von
dem Testamente des Kaisers Augustus, welches ganz
entschieden ein Civiltestament war, denn Domitius war
*), es ware nach seinem Tode in der
dabey familiae emtor
Senatsversammlung eröffnet und verlesen worden, nachdem ¬
zuvor die Zeugen ihre Siegel recognoscirt hät10 ¬
J. Ein noch früheres Beyspiel führt Cicero
ten
von sich selbst an, er habe das Testament des Cyrus
als Zeuge mit untersiegelt, wie schon oben bemerkt worden ¬
ist. Das Nämliche gilt auch wohl von den Unterschriften ¬
der Zeugen, wie aus einer Stelle des Isi
dorus 1) erhellet, welcher sagt: Testamentum juris
civilis est quinque testium signis signatum, sub: -
.
Constitution vom
firmatum. Auch eine
scriptione
Kr. Arcadius
Signatoren,
spricht von fünf
"
97) S. von Savigny Beytrag zur Geschichte der Röm. Testamente, ¬
in der Zeitschrift für geschichtl. Rechtswissenschaft. ¬
1. Bd. Nr. V. S. 84. ff.
98) Jn Augusto. Cap. ult.
99 In Nerone. Cop. 4.
J1
166) In Tiberio. Cap. 29.
-*..
p.
1) Grigin. Lib., 1. Cap. 24. S. von Savigny a. a. O.
S. 85. ff.
.
125 J. 5.
5. 1. Cod. Theod. de testam. (IV. 4.) Neo patimur ¬
fidem conditi arbitrii ob hoc debere convelli,
si ut qaiorem in principio signatorum, aut minorem
aut nullum numerum conditor sune praedixerit voluntati, -
cum quinque huic non ignari subscripserint
testamento.