259 28. Buch. 1. Tit. §. 1412. a.
ten. So wenig jedoch der familiae emtor, und wer
in desselben Gewalt war, beym Mancipationstestamente
Zeuge seyn konnte; eben so wenig auch derjenige, der
mit ihm in eben derselben väterlichen Gewalt war.
Zwey Brüder, die in derselben Potestas standen, konnten ¬
daher nicht bey demselben Testamente, der Eine
familiae emtor, der Andere Zeuge seyn, quoniam,
quod unus ex his mancipio accipit, sagt Ulpian
8),
adquirit patri, cui filius suus testis esse non debet.
Eben so wenig der Vater, wenn der Sohn, der noch
in seiner Potestas war, zum familiae emtor gebraucht
wurd
89), nam reprobatum est in ea re, sagt Gajus ¬
domesticum testimonium
Wenn JustiTING -
Notae ad Digesta s. Pandectas. a Nic. SMALLENBURG -
animadvers. suis adj. editt. Tom. V. ad L. 20. pr.
h. t. pag. 7. und TRERELL Tr. de orig. atque progressu ¬
testamentifaction. praesert. apud Roman. Cap. III.
§. 72. pag. 227. Man sehe jedoch Dernburg S. 321.
86)
Fr. Tit. XX. §. 5.
89) ULPIAN. c. 1. §. 4.
9ö) GAJUS Comm. II. §. 105. in fin. et §. 106.
91) THEOPHILUS in Paraphr. gr. ad §. 9. J. de testam. ord.
erklärt den Ausdruck domesticum testimonium sehr richtig,
wenn er sagt: DomBericum autem TBSTIMONIUM non ex
cognatione, sed ex coadunatione per potestatem patriam ¬
metimur. Man vergleiche auch Eman. SOARBz a
RIBBIRA Observation. iuris Cap. 18. (in Thes. Meerman. -
Tom. V. pag. 578.) Den Grund, warum hier das
domesticum testimonium verboten ward, setzt Gans im
Erbrecht 2 Th. S. 89. darin, weil die Zeugen im Mancipationstestament ¬
das Volk der Quiriten darstellten, mithin,
so wie das Volk selbst, von allem Interesse, und der Befangenheit ¬
frey seyn mußten, in welcher sie sich befunden
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