Metadaten : Müller, Moritz: Ueber die Freiheit der Arbeit an den Sonntagen und den Feiertagen

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Männer  irgendwo,  wo  Erfolg  zu  erwarten  ist,  einen  Anfang
machen.  Ich  wette,  es  kommen  bald  mehr  vernünftige  Menschen ¬
  nach.  Und  diejenigen  Menschen,  bei  welchen  die  tägliche ¬
  Achtstundenarbeit  im  Sinne  unseres  Princips  Gebrauch
und  Herkommen  würde,  werden  gewiß  am  wenigsten  der
Thier=  und  Menschenquälerei  beschuldigt  werden.
Aber  wir  wollen  doch  auch  noch  einmal  auf  jene  Thatsache ¬
  verweisen,  die  unwiderleglich  für  unsere  Sache  spricht,
nämlich:  daß  in  unserem  Sinne  die  Arbeitgeber  gar  nicht
allein  vorgehen  könnten,  wenn  sie  auch  Lust  hätten  und  es
ihnen  erlaubt  würde,  und  zwar  deshalb  nicht,  weil  sie  jedenfalls ¬
  im  großen  Nachtheile  wären,  ja,  in  gewissen  Fällen
bankerott  machen  würden.  Ein  vernünftiger  Geschäftsmann
kann  da  gar  nicht  vereinzelt  vorgehen,  und  so  sind  denn  auch
die  Arbeitgeber  am  meisten  gegen  unser  Princip  und
unsere  Vorschläge.  Wenn  es  Einige  giebt,  welche  um  denselben ¬
  Lohn  sieben  Tage  statt  sechs  Tage  arbeiten  lassen
möchten,  so  gelten  solche  Wünsche  in  unserer  Frage  doch
nicht  als  Beweis?!  So  etwas  leiden  ja  die  Arbeiter  im  Allgemeinen ¬
  jetzt  schon  nicht.
Das,  was  ich  da  befürworte,  gelänge  ja  auch  nur,
wenn  sämmtliche  Arbeitgeber,  wenigstens  in  einem  und  demselben ¬
  Industriezweige,  sich  dieser  Einrichtung  fügen  müßten. ¬
  Und  es  wird  ckuch  nur  zu  Stande  kommen,  wenn
sämmtliche  Arbeiter  ernst  und  mit  aller  Energie  und  Ausdauer ¬
  es  wollen.  Wenn  es  dann  Gebrauch  und  Herkommen
ist,  wird  der  Arbeiterstand  jedenfalls  sich  besser  stehen,
als  jetzt.  Es  giebt  nichts  Natürlicheres.  Die  Arbeitgeber
            
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