Inhaltsverzeichnis : Lette, Adolph: ¬Die Gesetzgebung über Benutzung der Privatflüsse zur Bewässerung von Grundstücken

82
zu  stauen,  welches,  um  freie  Vorfluth  im  Wehre  zu  erhalten,
durchaus  erforderlich  ist,  so  muß  der  Bach  unterhalb  des  Wehres ¬
  s.  v.  und  g.  x.  um  so  viel  vertieft  werden,  daß  das  Wasser
unterhalb  dem  Wehre  freie  Vorfluth  findet,  und  der  Spiegel
des  Unterwassers  nicht  höher  als  bis  k.  steigt,  damit  e.  immer
einige  Zoll  hoch  über  k.  bleibt.  Hat  das  Flußbett  die  Tiefe
von  x.  v.  und  y.,  so  ist  der  Zweck  um  so  leichter  zu  erfüllen.
Man  nehme  ein  6—7'  langes,  2¼  breites  (welche  Breite
leicht  zu  erhalten  ist,  wenn  zwei  Bretter  zusammengesetzt  werden) ¬
  und  1½—1½"  starkes  Brett,  schneide  oben  in  dasselbe  eine
rechtwinkliche  1'  tiefe  und  4'  lange  Oeffnung  und  befestige  es
in  den  Ufern  und  dem  Boden  des  Baches  nach  Fig  1.  I.  i.  h.  k.
und  Fig.  2  a.  e.  u.  so  fest,  daß  kein  Wasser  vorbeifließen  kann.
Hierauf  fängt  das  Wasser  im  Bache  an  zu  steigen,  und  zwar
so  hoch,  daß  es  über  e.  des  Wehres  abfließt,  auch  oberhalb
des  Wehres  so  lange  fortsteigt,  bis  es  die  Höhe  von  b.  c.  erreicht ¬
  hat  und  normalmäßig  über  das  Wehr  abfließt,  wobei
zu  bemerken  ist,  daß  der  obere  Wasserspiegel  b.  c.  zuletzt  nicht
mehr  steigt,  und  der  untere  f.  g.  immer  noch  einige  Zoll  unter
e.  des  Wehres  stehen  bleibt.
Nun  messe  man:
1.  die  Breite  des  Wehres  i.  h.,  welche  gerade  4'  beträgt,  und
daher  keine  große  Schwierigkeit  verursacht:
2.  die  Höhe  des  über  das  Wehr  fließenden  Wassers,  welches
nicht  leicht  ist,  da  solches  im  Abflusse  des  Wehres  beschleunigt ¬
  und  dadurch  die  Kurve  a.  b.  gebildet  wird.  Um -
  die  richtige  Höhe  Fig.  2.  a.  e.  ganz  genau  zu  finden,
bieten  sich  mehrere  Mittel  und  zwar  folgender  Art  dar:
a.  Da  das  Wasser  oberhalb  dem  Wehre  um  1—1½  aufgestaut ¬
  werden  muß,  und  dadurch  oben  im  Spiegel  b.  c.
eine  horizontale  Fläche  gebildet  wird,  so  schlage  man  in
jeder  der  Stellen  b.  c.  so  tief  in  das  Flußbett  des  Baches
einen  Pfahl,  daß  die  Köpfe  mit  dem  Wasserspiegel  gleich
hoch  zu  stehen  kommen,  lege  auf  die  Pfähle  ein  Nichtscheid ¬
  und  bestimme  dadurch  den  Punkt  a.
b.  Thue  man,  da  das  Wehr  bedeutend  schmäler  als  der
Bach  sein  muß,  und  sich  dadurch  beim  Abflusse  an  den
Seiten  m.  und  n.  todtes  Wasser  bildet,  welches  in  den
Stellen  neben  dem  Wehre  so  hoch  als  in  den  Stellen
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer